Montag, 7. Mai 2012

Media Monday #45 - Mit dem Taxi durch die Zeit zur Baker Street

Wulfs Media Monday geht in die 45. Runde und erneut warten sieben Lückentexte zum Thema Film darauf gefüllt zu werden. Same procedure as every time: fett gedruckte Ergänzungen spiegeln meine Ansichten wider.

Sherlock Holmes



1. Der beste Film mit Robert De Niro ist für mich Taxi Driver, weil ich die Paten nicht als Trilogie nennen wollte und weil De Niro als Travis Bickle eine beängstigend gute Leistung rausgehauen hat.

2. Robert Rodriguez hat mit Sin City seine beste Regiearbeit abgelegt, nicht nur weil ich die meisten seiner anderen Filme für überschätzt halte, sondern auch weil er ästhetisch mutig und beeindruckend war und der eine gelungene Umsetzung des Originalmaterials auf die Leinwand darstellt..

3. Der beste Film mit Julianne Moore ist für mich Magnolia, der schlichtweg einer besten Episodenfilme ist, die ich kenne.

4. Ich bin nicht der Ansicht, dass Lost von dem Moment an an Qualität verlor, als Zeitreisen in die Erzählung eingeführt wurden. Das liegt vielleicht daran, dass Zeitreisen ein immer wieder spannendes Thema sind und stets eine wunderbare Denkübung darstellen.

5. Am Donnerstag startet die Kinoadaption von 21 Jump Street, der Serie mit der Johnny Depp seine Karriere begründet hat. Wie ist eure Meinung zu dem Remake? Toll, überflüssig oder einfach nur egal? Ich muss gestehen, dass ich sehr spät überhaupt davon erfahren habe, dass diese Film Adaption umgesetzt wurde. Damit wird meine völlige Gleichgültigkeit dem Ganzen gegenüber schon deutlich. Mich hat die Serie damals schon nicht sonderlich interessiert und was ich nach einer (sehr kurzen) Recherche über den Film gelesen habe, denke ich, dass er ganz groß floppen wird. Alles andere wäre eine Überraschung.

6. Die beste Krimi-Serie vorallem der letzten Jahre ist ganz uneingeschränkt Sherlock von der alten Tante BBC. Die Superlative reichen kaum aus, um diese frische, originelle und so grenzenlos brilliant besetzte Neuinterpretation des alten Stoffes zu beschreiben. Der Film weiß auf so vielen Ebenen zu beeindrucken und reißt mich als Zuschauer über die episodenübergreifende Geschichte völlig mit.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Away We Go von Sam Mendes (2009)und der war überraschend charmant, weil er das Thema Familiengründung und was man so mit seinem Leben anfangen soll mit einem unaufgeregten, ungekünsteltem aber humorvollen Blick und einer eher unbekannten Besetzung erzählt hat und dabei weder zu sehr auf gewollt ernsthaft Lebensweise noch zu albern Screwballig ist..

Kommentare:

  1. In Film- und Fernsehdingen bin ich, wie du eventuell vielleicht schon festgestellt hast, nicht so diejenige, die Ahnung hat. Sherlock allerdings finde ich genauso genial wie du.

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    1. Mit Sherlock zeigst du doch sehr guten Geschmack. Reicht doch. ;)

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  2. Magnolia, Magnolia... schon letzte Woche hat der Film so viele Empfehlungen bekommen. Ich muss ihn dann wohl wirklich sehen. ;)

    Ansonsten gute Antwort bei Frage 4, obwohl ich Lost gar nicht so gut finde.

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    1. Ja, Magnolia ist wirklich sehenswert. Die Schauspielerauswahl kommt mir sehr entgegen, da mit William H. Macy und Philip Seymour Hoffman gleich zei meiner liebsten meist-unterschätzten-Darsteller dabei sind. Und Tom Cruise ist gut. Wirklich. Gut.

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  3. I am Sherlocked.

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    1. Mrs. Adler, I hope you're well.

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  4. Ich finde Sin City hat zu viele externe Einflüsse, als daß man den Film ausreichend auf Rodriguez Deckel schreiben könnte. Ansonsten war der natürlich toll. :)

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    1. Ist das bei deiner Wahl FDTD nicht auch so (Tarantino, Kurtman)? Dann nehme ich eben "The Adventures of Sharkboy and Lavagirl 3-D". Nur ein Scherz. Rodriguez kollaboriert viel bei seinen Filmen, das ist eben so.

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    2. Oh, Sharkboy und Lavagirl, wie super :-)

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    3. Da hast du durchaus recht. FDTD ist aber noch mehr so Cliquen-Style. Die klüngeln da ja sowieso immer miteinander rum.

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    4. Ist ja auch absolut okay und wie man sieht eine Bereicherung. Ganz allein arbeitet vermutlich niemand. Außer Batman.

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  5. "Away we go" habe ich vor einigen Wochen zufällig gesehen und nach anfänglicher Irritation war ich ebenfalls recht angetan von der Geschichte. Und "Sherlock" liegt ja bei Frage sechs generell recht hoch im Kurs ...

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    1. Ich hielt Away We Go erst für eine Comic Adpation - vermutlich wegen des Covers. Ein schöner, kleiner Überraschungsfilm.

      Und Sherlock ist einfach ganz, ganz groß!

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  6. Ok, das reicht jetzt mit der jahrelangen Aufschieberei. Ich guck am Wochenende "Taxi Driver" und "Magnolia". So oft, wie die beiden Filme in letzter Zeit genannt werden, muss das doch ein Wink des Schicksals sein!

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    1. Könnte udrchaus sein. Als ich Tai Driver das erste Mal sah - war auch relativ spät - war ich übrigens auch sehr von Harvey Keitel begeistert, den ich insgesamt sehr mag und ihm eine gewisse Ähnlichkeit zu De Niro attestiere. Und die junge Frau Foster ist auch wirklich gut. Aber es ist natürlich auch schon lange her. Die Art und Weise wie Filme erzählt werden, hat sich geändert, finde ich.

      Und Magnolia: s.o.

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  7. Die alte Tante BBC ist ziemlich grandios.
    Und ich bin natürlich das totale Sherlock-Fangirl!

    D.h. ich habe alle Bücher gelesen (mehrfach) und die meisten Filme und Serien gesehen - und war natürlich erstmal unglaublich skeptisch wegen der neuen Serie. Sherlock Holmes in unserer Zeit? Sakrileg!
    Hab's dann doch geguckt und bin der Serie seitdem komplett verfallen. Insbesondere haut mich immer wieder um, wie viele Referenzen ans Original sie auf ganz geniale Weise eingebaut haben!
    Naja, und Benedict Cumberbatch tut auch nicht grad den Augen weh, auch wenn er aussieht wie ein Otter... :D

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    1. Den Ottervergleich kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber viele Fotos im Netz sprechen natürlich für sich. ;)

      Was die Geschichten angeht, habe ich nur eine handvoll gelesen, darunter natürlich vorallem die populärsten Erzählungen und Kurzgeschichten, also die vermutlich am meisten rezipierten (wie Hound of the Baskervilles, A Study in Scarlet, A Scandal in Bohemia, The Adventure of the Red-Headed League und natürlich The Final Problem). Und genau was du sagst, dass in der Serie Details aus diesen Erzählungen großartig eingesetzt werden, ist wirklich beeindruckend. Und das ganze wird eben nicht nur der bloßen Referenz wegen gemacht, sondern treibt wirklich den Plot voran und verleiht den Charakteren tiefe. Größten Repekt.

      Hast du die neuen Verflimungen mit Robert Downey, jr. gesehen?

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