Dienstag, 25. Mai 2010

NKFOM Jim & George's Pesto Tutorial


Ein Pesto ist eine sehr vielfältige und schmackhafte Würzpaste aus Italien. Vielfältig zum einen was die Variationsmöglichkeiten der Zutaten angeht. Und zum anderen, was die Verwendung betrifft. Hierzulande kennt man das Pesto vor allem als Pastasauce. In Italien ist es in einigen Gegenden auch Bestandteil einer Minestrone. Benutzt es als Beilage bzw. Dip für Fleisch oder Fisch, als Brotaufstrich, zu Pellkartoffeln oder auch zum verfeinern eines Desserts. Pesto zum Dessert? Warum auch nicht. Versucht mal: Gegrillte Ananas mit süßem Minzpesto und Creme fraiche.

Was die Zutaten und ihre Variationsmöglichkeiten betrifft sieht die Sache nicht minder facettenreich aus. Die Basis eines Pestos bilden dabei in der Regel Kräuter, Nüsse, Käse, Salz, Knoblauch und Olivenöl.
Als Kräuter eignen sich dabei...naja, eigentlich alle. Basilikum, Petersilie, Koriander, Minze, Sauerampfer und, und, und. Im Frühjahr greife ich saisonal bedingt gerne zum Bärlauch. Aber nicht nur Kräuter eignen sich als Basis. Auch Pestos mit getrockneten Tomaten, Zucchini oder auch Steinpilzen erfreuen sich großer Beliebtheit.
In Sachen Nuss gibt es auch keine Grenzen. Klassiker greifen zu Pinienkernen. Diese sind durchaus sehr lecker, aber eben auch nicht gerade billig. Aus diesem Grund verwende ich gerne Cashewkerne, Walnüsse oder auch einfach "nur" Mandeln für mein Pesto.
Beim Käse wähle ich gern einen italienischen Hartkäse. Parmesan, Pecorino oder Grana Padano. Auch hier soll es weitere leckere Käsesorten geben, die man verwenden kann. Wie zum Beispiel einen Sbrinz aus der Schweiz oder gar einen Chester aus England. Da ich persönlich noch keinen großen Draht zum Käse gefunden habe und in diesem Thema nicht so bewandert bin kann ich dazu "noch" keine genaueren Kommentare abgeben.

Nach der Auswahl der Zutaten gilt es diese nun zu kombinieren. Die wohl bekannteste Variation ist ohne Zweifel das Pesto alla genovese, zubereitet mit Basilikum, Pinienkernen, Parmesan und Pecorino, Salz, Knoblauch und Olivenöl. Ich persönlich mag es gern in einer etwas günstigeren Variante mit Petersilie, Walnüssen und Grana Padano. Aber eben auch nicht immer. Je nach Verwendung, Saison oder einfach Lust und Laune kann man sich sehr gut austoben und die Basiselemente vermischen, wie es seinem Geschmack beliebt.
Werfen wir noch einen Blick auf die Zubereitung. Aber erst noch einen Schritt zurück. Das Wort Pesto leitet sich vom italischen "pestare" ab, was soviel bedeutet wie "zerstampfen". Und das ist auch die von mir empfohlene Zubereitungsart - die Zutaten im Mörser zerstampfen. Eine Zubereitung im Mixer ist natürlich ebenso möglich. Man läuft aber schnell Gefahr, dass das Pesto durch das Mixen im Mixer oder mit dem Zauberstab bitter wird. Das hängt aber wohl auch stark von der Qualität des Olivenöls ab. Warum das aber so ist kann ich an dieser Stelle auch nicht sagen und wähle den Publikumsjoker.

Was mir zusätzlich noch am Herzen liegt ist ein Wort zu Pesto aus dem Supermarkt. Diese sind in vielen Fällen durchaus genießbar. Was ich hier ansprechen möchte ist auch nicht in erster Linie der Geschmack dieser Produte, sondern eher die Art der Bezeichnung von Seiten der Hersteller. Häufig liest man Dinge wie "original italienische Rezeptur" oder gar die Bezeichnung "Pesto alla Genovese". Die Wahrheit eröffnet sich einem aber bei einem Blick auf die Zutatenliste. Die klassichen Zutaten wie Parmesan, Pinienkerne und Olivenöl finden sich meist nur in homöopathischen Dosen, um das Kind eben wie gewünscht nennen zu dürfen. Die Hauptbestandteile sind am Ende aber billiges Sonnenblumenöl, Cashewkerne und Grana Padano. So soll es nicht sein. Seid wachsam und schaut zu diesem Thema mal bei abgespeist und Foodwatch vorbei.

So, jetzt wurde genug geredet. Kinder und Spielkinder vor. Jetzt darf mit Essen gematscht werden. Ran an den Mörser.

Pesto, Basilikum, Olivenöl, Pinienkerne, Parmesan, Zitrone, Knoblauch, Rezept, Slebermachen, Video
NKFOM-Pesto


Zutaten:
1 Busch Basilikum
Olivenöl
1 handvoll Pinienkerne
1 handvoll geriebener Parmesan
1/2 Knoblauchzehe
Zitronensaft und -abrieb
Salz & Pfeffer

Nüsse ohne Fett kurz anrösten und fein hacken. Basilikumblätter, eine Prise Salz und gehackten Knoblauch mörsern. Pinienkerne und geriebenen Parmesan dazugeben und mitmörsern. Olivenöl zugeben und weitermörsern bis eine sämige Masse entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer würzen und nach belieben mit ein wenig Zitronensaft und -abrieb abschmecken.
Zur Aufbewahrung in ein Glas füllen und mit einer Schicht Olivenöl bedecken. Im Kühlschrank etwa eine Woche haltbar.

Kommentare:

  1. Tim Taylor lässt dich wohl niemal los, was Jim?
    Die Lichtverhältnisse sind dieses Mal eindeutig besser. Und die Gagdichte hat auch zugenommen, oder irre ich mich da? Hat mir jedenfalls gut gefallen. Weiter so :)
    Und jetzt hab ich Bock auf ein leckeres Pesto.

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  2. Mit Zitrone hab ich Basilikum-Pesto noch nie gemacht. Steht aber eh morgen auf der Tagesordnung, werde ich direkt testen :)

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  3. Ui, ist das ein schönes Pesto-Tutorial :)
    Wie George weiß, züchte ich ja meinen Basilikum selbst und alles, was nicht frisch gegessen wird, wird zu Pesto verarbeitet. Ordentlich mit Olivenöl bedeckt, ist es übrigens deutlich länger haltbar als 1 Woche. Ansonsten habt Ihr ja alle wichtigen Tricks drauf, vom Zitronen ausquetschen (hab ich übrigens auch noch nie an mein Pesto gemacht) bis hin zu den luftgetrockneten Gläsern.
    Weiter so!

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  4. Typ: Leasst sich auch prima eingefrieren! Sehr lecker.
    Your video clip is great!

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  5. Bei der Zitrone war ich jetzt kurz verunsichert. Koennte allerdings durchaus passen. Ich werde es so ausprobieren sobald die Basilikumbuschzeit anfaengt Dauert zum Glueck nicht mehr lange.

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  6. Eine unterhaltsame Pesto-Vorstellung. Danke.

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  7. Erstmal danke für die lieben Kommentare. Es freut uns natürlich sehr, dass die Show so gut ankommt. Wir werden alles daran setzen, dass es auch dabei bleibt.
    Die Zitrone im Pesto scheint ja für einige "Aha-Momente" gesorgt zu haben. Tatsächlich ist es so, dass ein klassiches Pesto alla Genovese, soweit ich weiß, keine Zitrone im Rezept vorsieht. Ich habe diesen Tipp aus einem Kochbuch von Jamie Oliver und mag es sehr gerne so. In andere "Nudelsoßen" gibt man auch Säure in Form von Wein zum Beispiel. Und ein Dressing ohne Essig oder Zitronensaft wäre auch nicht so das Wahre. Gibt dem Ganzen wie ich finde nochmal einen extra Kick. Aber wie so oft ist das auch Geschmackssache. Also probiert es aus und bildet euch an Urteil. Über Rückmeldungen und Erfahrungsberichte würden wir uns sehr freuen.

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  8. Nettes Video ;)
    Statt Zitrone verwende ich immer Weißweinessig - geht auch.

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  9. Suuuper! Bin über euer Posting auf FB (Kochen.Essen.Bloggen.) zu euch gekommen. Bin schwerstens begeistert und ich sehe in euren Videos großes Potential für Kultstatus ;-) Wenn ihr nix dagegen habt, würde ich gerne auf meinem Blog zu euch verlinken. Bin selber ein großer Fan der einfachen schnellen unkomplizierten Küche und dem Küchenguru JO.

    LG aus Österreich
    Karin vom Tinkerpot

    http://tinkerpot.kidrock.at

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  10. Hallo!
    Toller Blog, super Fotos, leckere Rezepte.

    Klasse

    Rico Der Gastromacher

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  11. Schön, dass es euch weiterhin bei uns gefällt und somit Danke für die Komplimente. Dass die Zitrone hier so manchen überraschte fand ich gut. Ich verlass mich da ja immer auf Jim (und bin somit rasch aus dem Schneider.) Aber mir schmeckt es so sehr gut.

    @Tinkerpots Karin: Danke für die Blumen! Verlinken darfst du uns selbstverständlich sehr gern, doch der "Kultstatus" wird vermutlich noch ein wenig brauchen. Vorschusslorbeeren stecken die Messlatte oft sehr hoch, andererseits geht so eine Bemerkung selbstverständlich runter wie kaltgepresstes Olivenöl. :)

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  12. Super Video! War sicher viel Arbeit das so schön zu schneiden.

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  13. The JokerJuni 02, 2010

    Mmmm, meine Harley Quinn liebt Pesto und ich habe mir jetzt vorgenommen, sie beim nächsten Besuch damit zu überraschen.
    Danke für das Tutorial, und auch für die Gags (ich möchte eine Endlosschleife von 3:04-3:07).
    Und ich bin sehr glücklich, dass euch immer mehr Leute (verdientermaßen!) wahrnehmen.

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