Freitag, 2. Dezember 2011

Kürbischutney mit Rosinen

Ich bin euch noch schuldig, was ich aus dem Warenkorb gekocht hätte, den ihr für das NKFOM BlogQuiz™ #2 - Runde 8 zur Verfügung hattet. Ich frage mich immernoch, was mich geritten hat so unmögliche Zutaten wie Marshmallows in den Warenkorb zu packen. Über den Rest des Warenkorbes bin ich aber garnicht so unglücklich und freue mich, dass ich was ganz vernünftiges herausbekommen habe, obwohl auch ich mir erst nach der Zusammenstellung überlegt habe, was man denn daraus alles machen könnte. Ihr werdet sehen, dass sich einige meiner Ideen mit denen von euch überschneiden, aber das liegt bei einer solch beschränkten Zutatenauswahl wohl auch nahe.

Als Vorspeise gibt es bei mir ein Blumenkohlparfait. Diesen Opener hatte ich schon vor einiger Zeit für ein paar Freunde gekocht und ich war sehr angetan davon. Glücklicherweise ließ es sich mit dem Warenkorb vereinbaren. Bilder zu dieser Vorspeise gibt es demnächst auf No Kitchen For Old Men, wenn ich von einem weiteren Kochbuch erzähle, aus dem wir an diesem Abend gekocht haben. Die Zubereitung ist ganz simpel. 6 Blatt Gelatine einweichen. 250g Blumenkohl weich dämpfen und mit 150ml Sahne aufkochen. Pürieren, passieren und die Gelatine ausdrücken und einrühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Chili abschmecken. Weitere 100ml Sahne schlagen und unterheben. Frischhaltefolie in eine Kastenform geben und die Masse einfüllen und im Kühlschrank fest werden lassen.

Mein Nachtisch ist im Prinzip nichts anderes als Ellens Birnencrumble - nur ohne Rosinen, die brauchte ich für den Hauptgang. Crumble geht, wie George schon treffend feststellte, immer. Und dabei ist die Wahl der Obstsorte fast egal, nur ordentlich Streusel müssen drauf. Meine Streusel sind etwas süßer als Ellens, enthalten also ein paar Gramm Zucker mehr, über die ich an dieser Stelle nicht streiten will, weil die Marshmallows ja noch genügend Zucker mit sich bringen.

Meine Hauptspeise bestand aus einem Eblysotto, bei dem ich das Ebly einfach wie ein normales Risotto gekocht habe. Also Zwiebeln andünsten, Ebly dazugeben, kurz anschwitzen und mit Wein und Brühe ablöschen. Immerwieder mit Brühe auffüllen, bis der Sonnenweizen weich ist und zum Schluß mit Butter, Parmesan und ordentlich Pfeffer abschmecken.

Die Ente konnte ich leider aus Zeitgründen nicht beim Geflügelhändler aus dem Nachbardorf besorgen, da ich zur Marktzeit leider verhindert war und musste auf Entenbrust aus dem Supermarkt zurückgreifen. Das ist jetzt kein Weltuntergang, aber ich hatte dadurch nicht die Chance zu schauen, welche Ententeile man noch hätte einzeln verwerten können. Aufgrund mangelnder Erfahrung mit dem Federvieh habe ich mich dafür entschieden die Brust zu würzen, die Haut einzuschneiden und mit der Hautseite in die kalte Pfanne zu legen. Diese habe ich dann erhitzt bis die haut schön knusprig war und habe die Brust dann bei 90°C in den Ofen gegeben, bis ich der Meinung war, dass sie sich gut anfühlt. Dann kurz ruhen lassen und tranchieren.

Das Rezept, welches es in den NKFOM-Rezeptindex schaffen wird ist aber das Kürbischutney. Das passte mit seiner feinen Süße hanz hervorragend zur Ente und ich kann es auch guten Gewissens auf dem Kochrezept-Basar von Tobias anbieten.

Kürbischutney mit Rosinen
Kürbischutney mit Rosinen

Zutaten:
250g Kürbis, in kleine Würfel geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 handvoll Rosinen, eingeweicht und kleingehackt
1 EL brauner Zucker
2 EL Essig
50ml Brühe
Salz
Chiliflocken

Zucker in einem Topf karamellisieren. Zwiebeln, Kürbis und Rosinen zugeben und umrühren. Mit dem Essig und der Brühe ablöschen und gut 20 Minuten köcheln lassen. Mit einer Prise Salz und Chiliflocken abschmecken. Das Chutney kann man ganz hervorragend heiß in Twist-Off-Gläser füllen, wodurch es längere Zeit haltbar bleibt.

Kommentare:

  1. Wie macht man das, dass das Eblysotto so schön schlatzig wird? Meines wird leider nur suppig oder körnig.

    Die Ente schaut genial aus!

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  2. @Laura: Vielen Dank :-)

    @Turbohausfrau: Es ist natürlich so, dass ein Eblysotto nie so richtig schlotzig wird, wie ein echtes Risotto. Das hängt sicher mit der Stärke zu tun, die beim Reiskorn mehr und besser ausgeschwämmt wird. Man kann dem aber sehr nahe kommen, indem man am Ende schaut, dass wirklich wenig Brühe am Ebly ist und dann mit viel Butter und Parmesan arbeitet. Dadurch erhält man auch eine, wie ich finde, zufriedenstellende Schlotzigkeit.

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  3. Ich bin immern och am überlegen was ich zu Weihnahcte koche ich glaube das muss ich jetzt nicht mehr.

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  4. Schmeckt das auch ohne Wein? Ich mag Alk nämlich nicht mal im Essen und ärger mich bei jedem Rezept, wo das rein soll.^^

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  5. Danke, Jim! :)
    Ich werde mich demnächst in einem Eblysotto nach deinen Anweisungen versuchen.

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  6. @Intergalactic Ape-man: Ja, es geht auch ohne Wein. Der bringt eben die Säure mit. Du kannst ihn einfach weglassen oder, wenn du die Säure trotzdem haben möchtest, ersetzen. Hierzu eignet sich entweder ein kleiner Schuss Essig oder Traubensaft/Apfelsaft. Bei den letzteren beiden muss man aufpassen, dass die Nummer dann nicht zu süß wird. Auch die Zugabe von etwas Zitronensaft und -schale kann zum gewünschten Ergebnis (Säure) führen.

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  7. @Turbohausfrau: Dann wünsch ich mal viel Erfolg.

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  8. Das sieht super lecker aus und klingt auch so, keine Frage. Aber: Warum Eblysotto? Das ist ein Markenname von Sonnenweizen und so als würdet ihr nicht Reispfanne sondern Uncle-Ben's-Pfanne sagen. (Übrigens tatsächlich der gleiche Konzern: Mars Inc.) Eblysotto klingt allerdings bedeutend besser als Sonnenweizensotto muss ich zugeben.

    Nur mal so.
    Bitte weitermachen.

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  9. @Chris: Genau deswegen. Weil es blöd klingen würde :-) Aber manchmal ist es eben so, dass Marken es schaffen für eine gesamte Produktkategorie zu stehen und der Markenname für diese Kategorie steht und im Sprachgebrauch der meisten Menschen wird statt des Produktes der Markenname verwendet. Man denke nur an Tempo, Selters oder Pampers. Glückwunsch an diese Marken. ;)

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