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Donnerstag, 18. Juli 2013

Snickers Pavlova, das Universum und der ganze Rest

Snickers Pavlova

"Ein Bissen erlaubt einen flüchtigen Einblick in die Gesamtheit des Universums und setzt einen selbst ins rechte Verhältnis."


///George


Zeit für ein wenig wissenschaftliche Aufklärung.

Montag, 22. April 2013

Erdnussbrezelschokotorte

Erdnussbrezelschokotorte


"Ich mag ja eigentlich keine Erdnussbutter. Dachte ich immer."


///Jim




Erdnussbutterresteverwertung. Philadelphiatorte mit Erdnussbutter - quasi.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Extrem saftiger Schokolade Rote Beete Kuchen mit Crème Fraîche und Mohn - Slater Style

Extrem saftiger Schokolade Rote Beete Kuchen mit Crème Fraîche und Mohn - Slater Style


"Die Konsistenz übertrifft alles, aber auch wirklich alles. Oberhammer!"


///George

Schokolade Rote Beete Kuchen Rezept. Habe ich schon extrem saftig gesagt?

Freitag, 18. Mai 2012

Game Of Thrones - Lemon Cake

Game Of Thrones - Lemon Cake


"Sansa liebt Lemon Cakes. Zu Recht. Guten Appetit und jetzt lest endlich die Bücher!"


///George

Ein Game of Thrones Lemon Cake Rezept.

Freitag, 4. Mai 2012

Freitag, 13. April 2012

Panama Torte

Panama Torte


"Von Klein auf hatte ich einen Favorit unter Mamas Torten. Diese hier: Panama-Torte."

///George

Rezept für Panamatorte und Anekdoten aus Georges Leben.

Freitag, 6. April 2012

Osterüberraschungseikuchen - Kuchen Überraschung in Eiern zu Ostern

Ostereier. Auch wenn die eigentliche Herkunft umstritten ist, hat es mir als Kind großen Spaß gemacht sie zu suchen. Außerdem gibt es noch den tollen und bei uns weiterhin praktizierten Brauch des Eierwerfens. Ihre nerdigen Brüder, die Easter Eggs, verlagern den Suchspaß in DVDs, Spiele oder ins Netz. Einer meiner Favoriten versteckt sich bei Firefox, wenn man about:robots eingibt. Und ein Ei im Ei ist ein Verweis auf einen der berühmtesten Sci-Fi Aussprüche ever. Und natürlich mag ich auch den Klassiker der erscheint, wenn man nach the answer to life the universe and everything googelt, oder auch die vergebliche Suche nach Chuck Norris.

Zurück zum Osterüberraschungseikuchen. Letztens stolperte ich irgendwo über einen Kuchen, der in Eierschalen gebacken wird. Das ganze wurde glaube ich als gebackenes Überraschungseier Rezept gehandelt, wobei ich natürlich erst einmal etwas anderes damit assoziierte. Gemeint ist natürlich eine Kuchenüberraschung in Eiern. Instant Easter Classic? Ich bin mir noch nicht einig, ob das ganze eher den Charme von Wackeldackeln und gehäkelter Toilettenpapierrollen hat, oder doch irgendwie ziemlich cool ist. Schmecken tut der Rührkuchen auf jeden Fall und das ganze ist natürlich sehr flexibel, je nach Teig, und er kommt schön portioniert daher. Also dann, frohe Ostern: I can see the Easterhase with his Korb full of eggs.
Osterüberraschungseikuchen  - Kuchen Überraschung in Eiern zu Ostern
Osterüberraschungseikuchen

Zutaten
10 Eierschalen
100g Mehl
75g Zucker (gern mit Vanille)
75g Butter
2 Eier
1 TL Backpulver
1 EL Kakao

Um die Eierschalen zu präparieren am Boden leicht aufschlagen und ein etwa 5 Cent großes Loch herauspellen. Gründlich ausspühlen. Eier mit der Öffnung nach oben in Muffinformen stellen. Wer keine Formen zur Hand hat: Einen Eierkarton mit Alufolie auskleiden, die Eier mit der Öffnung nach oben dort hineinsetzen, den Eierkarton entfernen und die Eier in der Alufolie als Ständer in eine Auflaufform oder ähnliches Stellen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Für den Teig alle Zutaten außer dem Kakao zu einem glatten Teig verrühren. Die Hälfte des Teig in einen Spritzbeutel füllen - DIY: Teig in einen Gefrierbeutel füllen und eine kleine Ecke abschneiden. Den restlichen Teig mit dem Kakao verrühren und in einen weiteren Spritzbeutel geben. Abwechslend die beiden Teigsorten in die Eierschalen spritzen, bis diese gut halb voll sind (oder halb leer, falls ihr eher Pessimisten seid). Für etwa 20 Minuten im Ofen backen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und mit der Öffnung nach unten in Eierbechern servieren. Easter Bunny, Kill! Kill!

Freitag, 23. März 2012

Mohnpielen - kein traditionelles Rezept aus Schlesien, dafür original für Berlin Neuankömmlinge

Freunde von mir sind gerade nach Berlin gezogen. Zum Abschied bat man um Berliner Leckereien. Es wurde ein guter Abend mit vielen Nachtischsen (ja, das ist der korrekte Plural von Nachtisch). Ich habe Mohnpielen beigesteuert. Weil Wiki sagt, Mohnpielen, Alter, did kommt aus Berlin. Irgendwie ist das eine Art einfacher Kuchen, der aus alten Brötchen und einer Mohn-Masse besteht. Ganz lecker eigentlich und rasch gemacht. Ein traditionelles Mohnpielen Rezept aus Berlin habe ich aber nicht gefunden, sondern eher Rezepte aus Schlesien, wo das ganze auch mal schlesische Mohnklöße heißt. In den Kommentaren vieler Seiten mit Rezepten zum Mohnpielen selber backen wiederum findet man viele Erwähnungen aus Berlin. Das hat die Oma immer an Weihnachten und Silvester gemacht. Sowas eben. Mir persönlich sagten Mohnpielen erstmal überhaupt nichts, aber das ist ja prinzipiell kein Hinderungsgrund. Ich habe mir aus verschiedenen Rezepten eines zusammengeschummelt, was ab jetzt hier Tradition hat. Was Pielen wirklich sind, habe ich leider nicht herausgefunden, sondern nur viele Argumente dafür, dass einige Leute Mohnpielen schon gegessen haben, bevor überhaupt ein Rezept dafür geschrieben wurde. Und andere aßen Mohnpielen aus Tradition noch früher. Wir haben uns dann dafür entschieden, dass Pielen etwa den Kugeln entspricht, die man mit Eis formt. Eispielen. Mohnpielen. Allet klar?

So, dann allet Jute nach Berlin! Hier sind noch drei Lieder über die neue Heimat.
Rainald Grebe. P.R. Kantate. Angelika Express.

Mohnpielen
Mohnpielen

Zutaten
4 Brötchen vom Vortag
125g Mohn
75g Zucker (am besten mit Vanille)
500ml Milch
50g geriebene Mandeln
50g Rosinen
1 TL Zimt
Schale 1/2 Zitrone

Brötchen in feine, etwa einen halben Zentimeter breite Scheiben schneiden. Milch zum kochen bringen. Mohn und Zucker vermischen und zur Milch geben und 1 Minute einrühren. Mandeln, Rosinen, Zimt und Zitronenschale hinzugeben und weitere 5 Minuten unter Rühren köcheln lassen. Vom Herd nehmen. Mit Brötchenscheiben den Boden einer gefetteten Auflaufform bedecken und anschließend eine Schicht der Mohnmasse darauf verteilen. Weiter Brötchen und Mohn schichten und am Ende mit einer Schicht der Mohnmasse bedecken. Da das ganze noch gut vermischt werden soll, habe ich jetzt einen Kartoffelstampfer zum Einsatz gebracht und alles schöne zermantscht™. Erkalten lassen und Pielen daraus formen. Na dann juuten Appetit.

Freitag, 9. März 2012

Krümelmonster-Muffins

"Keeeeekseeeeeeeee!" *mpfmampfgrmpf*

Zottelig, treudoof, kekssüchtig - so ist mir das Krümelmonster in Erinnerung geblieben. Hat er eigentlich auch mal was anderes gemacht als sich tonnenweise Kekse samt Schachtel einzuverleiben? Ich vermag es gerade nicht zu sagen, ob aus ihm jemals ein vollständiger Satz (SPO) gekommen ist.

Trotzdem war er einer der großen Helden der Sesamstraße und einer der ersten, dem ein Denkmal in Form eines Muffins bzw. Cupcakes gesetzt wurde. Gott sei Dank ist er nicht allein geblieben und auch einige seiner Kollegen können - bei der nötigen künstlerischen Begabung - fressfähig gemacht werden.
Neben der Kekssucht hat das Krümelmonster eine weitere markante Eigenschaft, die ihn zu einem exzellenten Kandidaten für das Cookbook of Colors von HighFoodality in diesem Monat macht - er ist "blau"!

Wer war eigentlich euer Lieblingscharakter aus der Sesamstraße? Ich brauche nicht lange überlegen. Groß, zottelig, mit Schnuffeltuch - Samson!

Krümelmonster-Muffins
Krümelmonster-Muffins

Zutaten:
1 NKFOM-Muffins-Grundrezept für süße Muffins

5 EL Puderzucker
etwas Wasser
1/2 Päckchen Kokosraspeln
1 Fläschchen blaue Lebensmittelfarbe
~100g Marzipanrohmasse
nach Belieben Puderzucker
24 Schokotropfen
1 Packung Krümelmonsterkekse oder Kekse nach Wahl

Welchen Muffin ihr hier backt bleibt euch selbst überlassen. Lasst der Fantasie freien Lauf und stellt eure eigene Krümelmonstervariation zusammen. Bei mir war es Banane/Schoko. Die Muffins werden nach Anleitung komplett fertig zubereitet. Bevor sie etwas abkühlen dürfen schneidet man schonmal einen großen Schlitz für den Keks in den Muffin. Das geht besser, wenn er noch etwas warm ist.
 Während der Muffin nun abkühlt mischt man Puderzucker, Wasser und etwas blaue Lebensmittelfarbe zu einer blauen Zuckerglasur. Die restliche Lebensmittelfarbe wird unter die Kokosraspeln gemischt. Das Marzipan wird mit etwas Puderzucker gesüßt - je nach gusto - und dann zu kleinen Kugeln geformt, in die man einen Schokotropfen als Pupille steckt.
 Nun gehts ans Dekorieren. Die Muffins werden großzügig mit der Glasur bepinselt und danach kopfüber in die Kokosraspeln gesteckt. Leicht drehen und schon sollte ein blauer Muffin entstanden sein. In den Schlitz steckt man nun einen Keks. Die Augen flacht man an der Unterseit etwas ab und klebt sie vorsichtig mit etwas Glasur auf den Muffin und ja, das Krümelmonster darf ruhig etwas schielen. Die Glasur muss nun etwas aushärten und dann steht dem Vergnügen ein echtes Krümelmonster zu verspeisen nichts mehr im Weg. 

Freitag, 12. August 2011

Rotweinkuchen und der böse Wolf

Rotkäppchen, die kleine süße Dirne*, bekommt was von ihrer Mutter mit, als sie sich auf den Weg zu ihrer kranken und darniederliegenden Großmutter machen soll? Wein und Kuchen. Kommt das nur mir seltsam vor? Vermutlich denkt sich die Mutter, dass Großmutter selbst noch einen Kaffee zum Kuchen kocht, oder Rotkäppchen dazu in der Lage ist, das vor Ort für sie zu übernehmen. Aber nein, wenn am Ende alle glücklich, der Wolf tot und der Jäger einen Wolfpelz reicher ist, isst die Großmutter den Kuchen und trinkt dazu keinen Kaffee, sondern den Wein!

Die Grimms haben das Märchen von Charles Perrault aus dem französischen adaptiert, wo es Ende des 17. Jahrhunderts als "Le petit Chaperon rouge" erschien und hier bereits - wie so oft bei Märchen - den moralischen Fingerzeig enthielt, dass junge, hübsche, sexuell reife Mädchen vor lüsternden Männern zweifelhafter Absichten acht geben sollen. Aufgegriffen und variiert wurden die Figuren des Märchens schon oft, sei es in der erst kürzlich erschienenen und grottenschlchten Verfilmung als Red Riding Hood, als großartige Lego Konstruktion, dieser gelungenen Szene von John Allison und die ganzen pornographischen Darstellungen lasse ich mal ganz bei Seite.

Und was gibt es jetzt zu Essen? Na Kuchen und Wein natürlich nach Großmutters Rezeptur. Der lässt sich sehr schnell zubereiten und muss dann knapp 40 Minuten in den Ofen, so dass er auch fertig ist, wenn sich das liebe Rotkäppchen auf den Weg macht.

*: Jap, in der Ausgabe letzter Hand der Grimms wird sie so bezeichnet.

Rotweinkuchen und der böse Wolf
Rotweinkuchen und der böse Wolf

Zutaten:
200g Mehl
200g Butter
200g Zucker
4 Eier
1 El Vanillezucker
1 P Backpulver
1 TL Zimt
1 1/2 TL Kakao
100g Schokolade, fein gehackt
125ml Rotwein
Puderzucker

Ofen auf 200°C vorheizen. Butter, Zucker und Vanillezucker in einer Rührschüssel schaumig schlagen. Eier hinzugeben und weiter schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver, Zimt und Kakao vermengen und unterrühren. Schließlich die Schokolade - wer keine Lust auf hacken hat, nimmt Schokostreusel - und zu letzt den Rotwein unterrühren. Danach in eine gefettete Backform - Kasten-, Spring-, etc. - geben und rund 40 Minuten backen. Kurz in den Teig pieksen, um zu testen, ob er fertig ist. Abkühlen lassen und zum servieren mit Puderzucker bestreuen - oder was ihr sonst so mögt. Ab in den Korb und auf zur Oma. Und Obacht vor Wölfen! Bei uns gab es bis vor kurzem einen.
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Freitag, 15. Juli 2011

Frankfurter Kranz-Cupcakes und ein Blogaward

One Lovely Blog AwardSchaut mal da...da links! Ein Blog Award. Der erste Blog Award für NKFOM. Ich freue mich sehr darüber. Unser beider Dank geht an A.D. vom Restaurant am Ende des Universums, die uns diesen Award verliehen hat. Das fühlt sich echt schön an. Bisher wurden wir ja nicht so wirklich gesegnet mit sowas, weshalb A.D. wahrscheinlich auch in ihrem Blog fragte, ob wir Awards überhaupt annehmen. Was für eine Frage ;-) Ja klar nehmen wir an. Und weil uns dieser Award ganz aus der Bahn geworfen hat gibts erst heute eine Reaktion von uns. Diese sollte dem Anlass nämlich angemessen sein und ich wollte A.D. unbedingt einen Kuchen backen als kleines Dankeschön. Aber das hat ihr wohl zu lange gedauert, weshalb sie erstmal in den Urlaub fuhr. Nun gut, dann back ich ihn eben nochmal, wenn sie zurück ist. Bis dahin könnt ihr euch schonmal am Rezept erfreuen.

Mit so einem Award kommen anscheinend auch so einige Verpflichtungen auf einen zu, weshalb ihr euch jetzt sieben belanglose Facts über mich anhören müsst:

1. Heute Abend kommt endlich wieder Fußball und ich schau mir die Eintracht in der Kneipe an.
2. Heute Morgen hatte ich Gehacktesbrötchen zum Frühstück.
3. Zurzeit "lese" ich Mälzer & Witzigmann.
4. Am Wochenende mache ich Mangoeis.
5. Im Fernsehen läuft die Tour de France.
6. Mein Fotoapparat heißt Diana.
7. Die Luftfeuchtigkeit außen beträgt 66%.

Zudem darf ich den Award auch weitergeben - an 15 andere Blogs besagen die Regeln. Top15-Listen scheinen ja im Moment in zu sein. Die Zahl 15 erscheint mir da sehr groß und A.D. hat den Award auch nur an drei weitere Blogs vergeben. Nun überlege ich, ob sie wirklich im Urlaub ist oder vielleicht doch in einer Züchtigungsanstalt für Blogger, die sich nicht an die Regeln des Blog-Award-Verteilens halten. Trotz allen Bedenken werde ich das Risiko eingehen und auch nur drei Blogs diesen Award verleihen. Sicher hätten ihn auch mehr verdient, aber so bleibts vielleicht etwas Besonderes.

1. Rock the Kitchen - Mein derzeitiger Lieblingsfoodblog, weil Sylvias Rezepte einfach weltklasse sind!
2. Analoge Küche - Christoph und Andrea kochen miteinander über eine Distanz von über 200 km und es macht Spaß ihnen dabei zuzuschauen.
3. Tobias kocht! - Authentische mediterrane Küche und erstklassige Blogevents.

Frankfurter Kranz-Cupcakes
Frankfurter Kranz-Cupcakes

Zutaten für 12 Stück:

Für den Teig:
3 Eier
170 g Zucker
150 g weiche Butter
1 EL Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone
1 TL Backpulver
90 g Mehl
90 g Speisestärke

Für die Füllung:
12 TL Kirschmarmelade

Für die Creme:
45 g Speisestärke
500 ml Milch
2 frische Eigelb
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
150 g weiche Süßrahmbutter

100 g Haselnußkrokant
12 kandierte Kirschen

Zunächst für die Creme einen Pudding vorbereiten. Dazu die Speisestärke mit 6 EL Milch  und dem Eigelb verrühren. Die übrige Milch mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen bringen. Die angerührte Speisestärke hinzufügen und das Ganze kurz aufkochen lassen. Den Pudding vom Herd nehmen und erkalten lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Für den Teig Eier und Zucker schaumig schlagen. Die Butter hinzufügen und alles gut vermengen. Die restlichen Zutaten zugeben und kurz verrühren.

Den Teig in die mit Papierbackförmchen ausgelegte Muffinform füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad etwa 25 Minuten backen. Cupcakes 5 Minuten in der Form abkühlen lassen und aus der Form nehmen.
Für die Füllung mit einem Teelöffel eine Mulde in der Mitte der Cupcakes ausheben und mit jeweils 1 TL Kirschmarmelade füllen.

Für die Creme sollten Butter und Pudding Zimmertemperatur haben. Die Butter schaumig schlagen. Bei geringer Geschwindigkeit des Rührgerätes den Pudding löffelweise zugeben und gut vermischen.

Die Creme mit einem Spritzbeutel auf die ausgekühlten Cupcakes spritzen. Mit Krokant bestreuen. Zum Schluß jeden Cupcake mit einer kandierten Kirsche dekorieren.

Quelle: Rock the Kitchen, Frankfurter Kranz-Cupcakes vom 26. Juni 2011 nach Cupcakes: Für die schönsten Feste des Jahres von Katharina Saheicha und Stefanie Bartsch, Jacoby und Stuart (2011)

Freitag, 25. März 2011

Kartoffelkuchen

Heute gibt es Resteessen. Nunja, der Kartoffelkuchen wird zwar tatsächlich aus übriggebliebenen Pellkartoffeln zubereitet, war aber in diesem Fall schon lange geplant und keine Notlösung. Die Kamerafrau wollte schon seit längerem, dass dieser Kartoffelkuchen mit thüringschem Ursprung mal bei uns auf den Tisch kommt. Ich war sehr skeptisch, weil ich es eher herzhaft mag als süß. Aber irgendwann hat sie es geschafft mich breitzuschlagen und ich habe mich an die Arbeit gemacht. Den Tag vorher gab es Pellkartoffeln und dabei landeten gleich ein paar mehr im Topf. Im Endeffekt war ich positiv überrascht und fand diesen Kartoffelkuchen garnicht so übel. Mit Zimt und Zucker oder auch Apfelmus eine leckere Angelegenheit. Mal schauen, wie lange ich mich noch gegen süße Nudeln wehren kann.

Kartoffelkuchen

Kartoffelkuchen

Zutaten für ein Blech:
500g Pellkartoffeln, gerieben
125g Mehl
125g Butter
3 Eier
3 EL Zucker
1 Prise Salz
75g flüssige Butter
Zimt & Zucker

Alle Zutaten (ausser der flüssigen Butter und dem Zimtzucker) zu einem Teig verarbeiten. Ggf. mehr Mehl zugeben, wenn der Teig noch zu sehr klebt. Den Teig auf einem Blech ausrollen und die Hälfte der flüssigen Butter drübergeben. Das Blech nun für 25 Minuten bei 220°C in den Ofen geben. Wem es nun noch nicht fettig genug ist gibt den Rest der flüssigen Butter und auf jeden Fall etwas Zimtzucker drauf.
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Freitag, 4. März 2011

Whoopie Pie

Zur Identität der einzelnen US-amerikanischen Staaten gehören auch deren offiziellen Lebensmittel und Gerichte. Die offizielle Frucht von Georgia ist so zum Beispiel der Pfirsich, der offizielle Staats-Snack von Illinois ist Popcorn und das offizielle Staats-Gericht von Texas ist Chili. Manch einer wird denken, "die Spinnen, die Amis", andere Jim wünscht sich jetzt vielleicht Weckewerk solle das offizielle Landes-Gericht von Hessen werden. Man findet so manches Schätzchen in diesen Listen, von welchen viele in den jeweiligen Staaten oft eine sehr lange Tradition haben. Beim durchstöbern dieser traditionellen Gerichte stieß ich auf etwas, dass augenblicklich mein ungeteiltes Interesse auf sich zog und seinen Ursprung bei den Amish in Pennsylvania hat: der Whoopie Pie. Dieses Dessert scheint mir ein gelungener Hybird aus Kuchen und Cookie zu sein. Der Teig ist weich und erinnernd ganz entfernt an Brownies oder einen sehr saftigen, schokoladigen Rührkuchen. Zwischen zwei dieser Kuchenschichten kommt - festhalten - Marshmallow Creme! (Ich für meinen Teil würde ja behaupten, Marshmallows sind das Lebensmittel-Pendant zu Ninjas: Instant Awesome! Alles was man man ihnen verfeinert, wird automatisch und unwiderruflich unglaublich! Dieses kleine Gedankenexperiment sollte euch überzeugen: Stellt euch die Schlacht um Troja vor. Und jetzt stellt euch die Schlacht um Troja mit Ninjas vor! Gern geschehen.) Wo war ich? Achja, wir haben also zwei Schichten eines dunklen, schokoladigen Teiges und dazwischen eine strahlend weiße Schicht aus Marshmallow Creme. Erinnert vom Aussehen her ein wenig an Oreo Kekse, ist aber etwas ganz anderes. Ganz meinem Gedanken der Kuchen/Cookie Verquickung lässt sich der Whoopie Pie eben auch entweder traditionell als ein großer Kuchen, oder eben als viele, kleinere Cookies zubreiten. Und letztlich kann man natürlich auch sowohl mit dem teig als auch mit den Füllungen experimentieren.

Ich wollte bei meinem ersten Versuch den Cookie-Gedanken  verfolgen und habe etwa 4cm breite Kreise auf ein Backblech gegeben, aber der Teig ist schon nach sehr kurzer Zeit im Ofen ineinander gelaufen, da die Abstände zwischen den einzelnen Teigkreisen von mir zu klein gewählt waren. Daraufhin habe ich sozusagen eine große Teigplatte gehabt und dann mit einem Glas Kreise ausgetsochen, um alles zu retten. Von dieser Session stammt auch das Foto, auf dem man die ausgestochenen und nicht so schön glatten Ränder sehen kann. Die Methode ging letztlich sehr gut, vorallem, da man ansonsten nicht viele Böden auf einem Blech verteilen kann. Als nächstes habe ich dann zwei große, runde Teigplatten gemacht und somit den Kuchen-Aspekt großgeschrieben. Ein echter Hingucker!

Whoopie Pie

Whoopie Pie

Zutaten:
Für den Teig:
120g Mehl
60g Butter
100g brauner Zucker
1/2 Tl Backpulver
1/2 Tl Natron
1/2 Tl Salz
1/2 Tl Vanilleextrakt o.ä.
3 EL Kakao
125ml Milch
Für die Füllung:
100g Marshmallow Fluff (Ja , richtig gelesen)
100g Butter
75g Puderzucker
1TL Vanilleextrakt o.ä.

Backofen auf 175°C vorheizen. In einer Schüssel Butter, Zucker und das Ei verrühren. In einer zweiten Schüssel Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Vanille vermischen. Jetzt langsam und abwechselnd die Mehlmischung und Milch unter die Buttermasse geben, bis ein recht geschmeidiger Teig entsteht. Jetzt entweder zwei (sehr große) oder etwa 18 (eher handliche) Kreise auf dem Backblech verteilen. Achtung(!): der Teig verläuft beim erhitzen stark, also einen Sicherheitsabstand von etwa 5cm auf dem Blech gewähren! Für etwa 15 Minuten backen, bis der Teig fest ist. Danach auskühlen lassen und die Füllung zubereiten, indem alle Zutaten zu einer cremigen Masse vermischt werden und anschließend für etwa 30 Minuten kühlstellen. Jetzt jeweils eine Unterseite (aka "Keller", danke Stiller) großzügig mit der Marshmallowmasse bestreichen und einen Deckel (aka "Dach") oben drauf legen. ARE YOU READY FOR THIS?
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Freitag, 26. November 2010

NKFOM Episode 11: Kürbiskuchen


Happy Black Friday! So nennt sich nämlich der heutige Freitag nach Thankgsgiving in den USA und ist traditionell der Startschuss für die Zeit der Weihnachtseinkäufe. Ein Tag, der also vor allem dem amerikanischen Einzelhandel die Freudentränen in die Augen treibt. Aber darum soll es heute nicht gehen, sondern um den gestrigen Thanksgiving-Tag.

Während das deutsche Erntedankfest mit eher religiösem Background bereits Anfang Oktober "gefeiert" wurde, konnten unsere Freunde über dem großen Teich erst gestern ihre Bäuche mit den Früchten der Erde und sonstigem Getier füllen. Thanksgiving heißt dieser Tag in den USA und ist ein großer Feiertag. Und wenn die Amerikaner mal einen Feiertag ausrufen, dann feiern sie auch richtig. Zu Thanksgiving gibt es in New York zum Beispiel die berühmte Macy's Thanksgiving Parade bei der überlebensgroße Ballonfiguren durch die Strassenschluchten von Gotham gezogen werden.

Auch der Volkssport American Football kommt an diesem Tag nicht zu kurz. Bei den Thanksgiving Classics finden jährlich drei Spiele statt, mit ständiger Beteiligung der Dallas Cowboys und Detroit Lions als Gastgeber. Seit 2006 gibt es ein drittes Thanksgiving-Spiel mit wechselnden Heimteams. In diesem Jahr waren die New York Jets als Heimteam dran. Die Jets verteilten aber keine Geschenke und besiegten die Cincinnati Bengals deutlich mit 26:10.

Auf den Festtafeln der Familien thront an disem Tag vor allem der Truthahn. Da uns dieses Gericht für eine NKFOM-Show aber etwas zu aufwendig war entschieden wir uns für den Kürbiskuchen, der als süßes Dessert ein klassiches Thanksgivingmenü perfekt abrunden kann.

Kürbiskuchen
Kürbiskuchen


Zutaten für den 1-2-3 Mürbeteig:
80 g Zucker
160 g Butter aus dem Kühlschrank
240 g Mehl
1 Prise Salz

Zutaten für die Kürbisfüllung:
500 g Kürbis, z.B. Sweet Grey
3 Eier
200 g Schmand
2 TL Kürbiskuchengewürz bestehend aus:
Zimt, Nelken, Piment, Kardamom, Koriander, Ingwer, Zitronen- und Orangenschale

Zutaten für die Ahornsahne:
Sahne
Ahornsirup

Den Zucker, die Butter und das Mehl mit einer Prise Salz von Hand zu einem Teig verkneten und kurze Zeit durchkneten (ca. 5 Minuten). Den Teigball jetzt für ca. eine Stunde in den Kühlschrank geben. Den Kürbis entkernen und für ca. eine Dreiviertelstunde auf einem Blech in den Backofen geben. Wenn der Kürbis weich ist kann er geschält, in Stücke geschnitten und püriert werden. Hinzu kommen jetzt die Eier, der Schmand und das Kürbiskuchengewürz. Alle Zutaten werden erneut püriert, so dass eine homogene Masse entsteht. Jetzt kann der Teig ausgerollt werden. Mürbeteig ist da hin und wieder etwas widerspenstig, weshalb ich empfehle den Teig mit Mehl zu bestäuben und diesen dann zwischen Klarsichtfolie oder in einem Müllbeutel auszurollen. Dann klebt er nirgends fest und kann einfacher in eine gefette Form zum Backen gegeben werden. Den Teig jetzt einstechen und mit der Kürbismasse begießen. Jetzt geht das Ganze für etwa 45 Minuten bei 180° in den Ofen. Ich serviere den Kuchen mit einer Ahornsahne. Hierfür wird der Sahne kurz vor Ende des Schlagens ein Schluck Ahornsirup beigemischt. Köstliche Angelegenheit. Happy Thanksgiving!

Freitag, 10. September 2010

NKFOM Episode 6: Muffins


Muffins. Na Super. Ich kann mich noch gut an den Hype erinnern, der Muffin-Backbücher und Backbleche in die Auslagen jedes zweiten Buchladens trieb. Das war Mitte der 90er Jahre, rund 15 Jahre nachdem der gleiche Hype in den USA aufkam. Dort sind die kleinen Kuchen - eigentlich sind es ja gar keine Kuchen, sondern haben mehr mit Pfannkuchen gemein - schon seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bekannt. Zunächst musste nämlich das Backpulver erfunden werden, welches die treibende Kraft in den Muffins ist. Doch erst mit dem Aufkommen des neuen Gesundheitsbewußtseins und dem gleichzeitigen Boom der zahlreichen Kaffeefilialen in den 1970ern und 80ern gelangten Muffins zu einem neuen und anhaltenden Erfolg. Ihre große Stärke ist sicherlich die Vielfältigkeit, da Muffins im Prinzip mit allen beliebigen Zutaten zubreitet werden können. Von Beeren, Schokolade und Nüssen bis Speck, Käse oder Kartoffelchips. Zudem sind sie sehr einfach zu lagern, lassen sich hervorragend transportieren, sind ein leckerer Snack zwischendurch, machen sich gut am Frühstückstisch, oder zu einer Tassee Kaffee oder Tee. Trotz dieser unglaublichen Vielseitigkeit scheint der Hype bei uns längst vergangen und Muffins werden fälschlicher Weise in die Ecke der zwar netten, aber doch eher langweiligen Leckereien gestellt. Was früher Begeisterung und strahlende Augen hervorrufen konnte, läßt den durchschnittlichen Gast heute mit einem unterdrückten Gähnen rasch nachfragen, was es denn sonst noch alles gäbe. Zeit für uns Muffins zu backen!

In unserer Küche möchten wir euch ein sehr felxibles Grundrezept vorstellen, welches eben diese Vielfalt unterstreicht. Ob die Muffins am Ende süß oder herzhaft werden - oder irgendetwas dazwischen -, hängt davon ab, ob ihr dem Grundrezept Zucker oder Salz beifügt. Danach ist eurer Phantasie kaum eine Grenze gesetzt. Wichtig ist, dass die trockenen und feuchten Zutaten seperat zubereitet werden und nach dem zusammenschütten nur für etwa 10 bis 15 Sekunden verrührt werden. Ich weiß, man will immer nochmal. Das hab ich auch gemacht. Nur kurz. Da ist doch noch ein Klümpchen. Nein! Dies verhindert, dass im Teig zu viel Kleber entsteht, was darin resultiert, dass die Muffins am Ende nicht so schön ihre charakteristische Form und Konsistenz annehmen. Auf molekularer Ebene hat das auch irgendetwas mit CO2 Molekülen zu tun, aber als mir das genauer erläutert wurde, habe ich gerade überlegt, ob mein nächster Muffin eher der offizielle Muffin des Staates Minnesota, oder lieber der offzielle Muffin des Staates Massachusetts sein sollte.

Am Ende darf der große Muffin-Witz natürlich nicht fehlen, über welchen sowohl die New York Times als auch das Magazin Discover berichtet haben: Zwei Muffins backen nebeneinander in einem Ofen. Sagt der eine: "Wow, ist das heiß hier drin." Darauf der andere: "Heiliger Strohsack, ein sprechender Muffin!"

NKFOM, Muffin, Muffins, Selbermachen, Kochen
NKFOM-Muffins

trockene Zutaten:
250g Mehl
2 TL Backpulver
1 großzügige Prise Salz (optional)
50-100g trockene Zutaten (optional)

feuchte Zutaten:
250ml Milch, Joghurt, Buttermilch oder Wasser
80ml Öl
2 Eier
150g Zucker (optional)
100-200g feuchte Zutaten (optional)


Ofen auf 170°C vorheizen. Die trockenen Zutaten und die feuchten Zutaten jeweils seperat voneinander vermischen. Für die süße Variante jetzt den Zucker zu den feuchten Zutaten geben. Für die herzhafte Variante das Salz zu den trockenen Zutaten geben. Jetzt beide Anteile kurz per Hand miteinander vermengen. Wer möchte - und das können wir jedem nur raten - hebt jetzt die zusätzlichen trockenen und feuchten Zutaten seines Vertrauens unter. Teig in Muffinförmchen oder ein gefettetes Muffin-Backblech geben und für 20 Minuten backen. Ob sie fertig sind, erfahrt ihr, wenn am Zahnstocher, den ihr kurz in den Teig stecht, nichts mehr kleben bleibt. Danach auskühlen lassen, am besten kopfüber auf einem Küchentuch.

Freitag, 3. September 2010

Heather's Carrot Cake

Ich musste sehr lange mit mir hardern, bis ich mich das erste Mal dafür entschied einen Kuchen zu probieren, der maßgeblich aus Karotten besteht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gemüsesorten haben Karotten jedoch tatsächlich ein angenehm süßes Aroma, weshalb ich mich irgendwann dazu überreden ließ eines dieser absurden Gemüsedesserts zu essen. Das ist glücklicherweise schon einige Jahre her und ich konnte mittlerweile einige leckere Carrot Cakes probieren.

Nachdem bereits im 18. und 19. Jahrhundert Karotten in Süßspeisen Verwendung fanden, wurde die Karotte besonders während des zweiten Weltkrieges in Groß Britanien wiederentdeckt. Um trotz der sehr schlechten wirtschaftlichen Situation die Bevölkerung mit der ein oder anderen günstigen Süßspeise aufzumuntern, veröffentlichte man zahlreiche Rezeptideen mit günstig zu bekommenden Zutaten, darunter eben auch Carrot Cake. Die größte Popularität erlang der Carrot Cake vermutlich in den USA, wo er es in den 70ern unter die Top 5 der beliebtesten Desserts schaffte. Das Rezept welches wir hier verwenden stammt weder aus Groß Britanien noch aus den USA, sondern aus Neuseeland. Bevor unsere Komponistin von uns als unsere Komponistin engagiert wurde, arbeitete sie in einem kleinen Café in Picton. Heather, die Köchin des "Dog & Frog", bereitete dieses Rezept wöchentlich zu, da der saftige Kuchen mit dem leckeren Cream Cheese Icing unter den Kunden großen Anklang fand.

Carrot Cake
Heather's Carrot Cake

Zutaten:
3/4 cup (~180ml) Öl
3 Eier
2 cups (~450g) brauner Zucker
3 cups (~400g) Karotten, gehobelt
1 Dose Annanas, pürriert
2 cups (~250g) Volkornmehl
1 ½ TL Zimt
1 Prise Muskat
1 Prise Nelke
1 Prise Ingwer
2 TL Backpulver
1 cup (~200g) Rosinen, Sultaninen und/oder Datteln
1 handvoll kandierten Ingwer
1 handvoll Kürbis- oder Sonnenblumenkerne
2 handvoll Walnüsse
Cream Cheese Icing:
1 cup (~250g) Frischkäse
100g Butter
4 cups (~480g) Puderzucker
1 Zitrone

Ofen auf 180° vorheizen. Öl, Eier und braunen Zucker in einem Mixer verrühren. Mehl und Gewürze hinzufügen. Alle weiteren Zutaten bis auf einen Teil der Rosinen, Kerne und Walnüsse untermengen und den entstandenen Teig in einer runden Springform etwa 75 Minuten backen. Für die Glasur Firschkäse, Butter, Puderzucker und den Saft einer Zitrone miteinander vermischen. Den Kuchen nach dem backen vollständig auskühlen lassen und dann mit dem Cream Cheese Icing bestreichen. Mit den restlichen Rosinen, Kernen und gehackten Nüssen dekorieren. Freunde zum Kaffee einladen, hopp, hopp!

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Dienstag, 17. August 2010

NKFOM Episode 5: Pavlova


Wenn man kulinarisch an Neuseeland denkt, fallen einem sofort Kiwis ein. Und dann kommt eine lange Zeit nichts. Dass die Kiwis jedoch kein Nationalgericht hätten, unterstellt ihnen vermutlich niemand. Um was es sich dabei handelt wissen vermutlich nur wenige: Pavlova. Das klingt überhaupt nicht neuseeländisch und ist auch kein maorischer Ausdruck, sondern der Name der russischen Primaballerina, die im frühen 20. Jahrhundert die Welt durch ihren engelsgleichen Tanzstil begeisterte. 1926 trat diese im Rahmen ihrer Welttournee auch in Neuseeland auf und machte das, was man von ihr erwartete: sie begeisterte die Kiwis. Nachhaltig. Denn ihr zu Ehren kreierte man eine Torte, die so luftig und leicht sein sollte, wie es Anna Pavlova auf der Bühne war. Kein Tortenboden außer einer Schicht luftigem Baiser konnte daher die Grundzutat dieser süßen Köstlichkeit sein. Der bleibt auch locker leicht und wird zu keiner starren Masse verbacken, wie man es oft von Bäckereien außerhalb Neuseelands gewohnt ist. Nur der Rand wird knusprig, die Mitte bleibt weich und zart, wofür der beigemengte Essig und die Speisestärke Sorge tragen. Der Boden wird mit einer Schicht Sahne und frischen, saftigen Früchten belegt. Traditionell natürlich Kiwis. Und Erdbeeren. Denn der verzauberte Bäcker aus Wellington wollte, dass seine Schöpfung Pavlovas Tutu ähnelte, welcher bei ihren Auftritten mit grünen und roten Seidenrosen draperit war.

Soweit so täuschend einfach. Denn die Nachbarn aus Australien behaupten von sich, dass sie ebenfalls auf diese Idee gekommen seien und deshalb die Pavlova rechtmäßig ihre Kreation sei. Aber dass man ihnen ihre Einmaligkeiten stets streitig machen möchte, sind die Neuseeländer längst gewohnt und behandeln dies mit lockerem Humor, wie man etwa in diesem Werbespot einer Versicherungsgesellschaft sehen kann. Heute erfreut sich die "Pav" immernoch größter Beliebtheit in Aotearoa. Und so ist auch unser Rezept ein Original aus Neuseeland, aus erster Hand (unserer Komponistin), bei dem wir lediglich saisonbedingt die Kiwis durch mundgeraubte Heidel- und Johannisbeeren ersetzen mussten und Jim die Sahne ein wenig verfeinerte.

Pavlova

Pavlova

Zutaten:
4 Eiweiß
200g Zucker
1 Prise Salz
1 Tl Essig
1 Tl Speisestärke
250ml Schlagsahne
frische Minze-Blätter, gehackt
1 TL Minzsirup
viele frische Beeren

Ofen auf 150°C vorheizen. Eiweiß halbsteif schlagen. Dann Zucker zufügen und fertig schlagen. Salz, Essig und Stärke hinzufügen und kurz weiterschlagen, bis eine feste Masse ensteht. Baiser rund auf einem Backblech verteilen, dabei eine leichte Mulde in der Mitte lasse. Im Ofen solange backen, bis der Rand sich leicht braun färbt und erste Risse zu sehen sind. Je nach Ofen sollte das etwa 30 bis 45 Minuten dauern. Den Ofen ausstellen und den Boden bei angelehnter Ofentür auskühlen lassen. Sahne schlagen und nach Bedarf mit frischer Minze und Minzsirup verfeinern. Die Sahne auf dem Baiserboden verteilen und mit reichlich Beeren belegen. Bravo bravissimo!

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