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Mittwoch, 22. Februar 2012

Gerüchteküche: Mehl, Grieß, Wasser, Salz: Pasta ist Pasta - Basta

Mehl, Grieß, Wasser, Salz: Pasta ist Pasta - Basta!
Was spricht für das Küchengerücht:

Über 300 verschiedene Pastasorten? Was soll das? Das Auge isst mit: geschenkt! Vielfalt ist schöner als Eintönigkeit: auch geschenkt! Wenn es aber hart auf hart kommt sind Nudeln die aus den gleichen Zutaten bestehen letztlich auch gleich. Alles andere ist Marketing und eine überromantisierte Vorstellung von alten Italienerinnen und deren Ideen.
(Quelle: Zusammenstllung verschiedener Antworten auf yahoo.de und ask.com)

George sagt zum Küchengerücht:

Ich glaube, dass ich noch nicht einmal anführen muss, dass unterschiedlich geformte Pastasorten unterschiedlich gut mit verschiedenen Saucen harmonieren. Leichte feine Saucen gehen besser mit langen Strängen oder Bandnudeln, gehaltvollere, grobere Saucen werden besser von Röhrennudeln aufgenommen. Aber gehen wir doch anders heran: Ich liebe Casarecce! Das sind diese kurzen, leicht gedrehten, leicht gefalteten Nudeln. Großartig! Ich glaube A.D. erwähnte mal, dass sie sehr auf Orecchiette stehe. Es geht aber noch weiter: ich mag keine Farfalle! Ganz gleich mit welcher Sauce ich sie kombiniere, ich bin wenig begeistert. Unserer Komponistin geht es ähnlich mit Fussili. Natürlich ist das subjektives Empfinden, was ich aber zeigen möchte ist: wenn man Lieblingspastasorten und solche hat, die man nicht mag, ist Pasta eben nicht Pasta. Basta!

Jim sagt zum Küchengerücht:

Da gehe ich ganz d'accord mit dem Küchengerücht. Pasta ist Pasta und die Form ändert da nichts am Geschmack. Mag sein, dass die eine Pastasorte besser für eine bestimmte Soße geeignet ist als andere, aber ob ich meine Bolognese nun mit Spaghetti, Fussili oder Buchstabennudeln esse ändert nichts am Geschmack - immer davon ausgehend, dass sie annähernd nach dem selben Rezept hergestellt wurden. Sicher haben Eiernudeln einen anderen Geschmack als Nudeln ohne Ei. Die Zutaten haben also Einfluss auf den Geschmack, aber keineswegs die Form.

Was sagt ihr?

Gerüchteküche ist eine fortlaufende Reihe in der wir mit euch über Küchengerüchte diskutieren wollen.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Gerüchteküche: Fleisch soll man erst nach dem Braten salzen

Fleisch soll man erst nach dem Braten salzen
Was spricht gegen das Küchengerücht?
"Wenn man Fleisch ganz kurz vor dem Braten salzt, passiert gar nichts – so schnell läuft der Osmoseprozess nicht ab. Lässt man es eine Viertelstunde im Salz liegen, dann wird tatsächlich Wasser herausgezogen, und es besteht die Gefahr, dass das Fleisch trocken und zäh wird. Viele Spitzenköche schwören allerdings darauf, das Fleisch zwölf Stunden vor der Zubereitung kräftig zu salzen. Dann tritt zwar zunächst Saft aus, aber die Salzlösung denaturiert die Proteine des Fleischs, und es saugt den Saft wieder auf, inklusive einer gewissen Salzmenge. Der Effekt: Es wird zarter, würziger und tatsächlich saftiger."
(Quelle: Wolfgang Drömel - Zeit Online - Stimmt's?)

George sagt zum Küchengerücht:
Ne, is klar. Kennt ihr den schon? Gehen ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Priester in eine Bar... Nein, im Ernst. Die Sache mit der Osmose da oben klingt recht spannend und erinnert stark an den Biologieunterricht der Mittelstufe. Beim Würzen veganisierter Fleischersatzprodukte habe ich mir aber noch keine Gedanken über diffundierende Flüssigkeiten gemacht, aber ich bin ja auch nicht der Chefkoch in der Küche. Fleisch weidet bei mir in der Regel aber gemütlich auf der Wiese und da kommt es ganz gut ohne Salz aus.

Jim sagt zum Küchengerücht:
Wie gehabt kann das natürlich jeder handhaben, wie er möchte. Ich bin allerdings kein Freund davon, wenn Schuhbeck und Co. dem gemeinen Fernsehzuschauer immer wieder dogmatisch vermitteln wollen, dass ihr Fleisch bei vorherigem Salzen trocken und zäh werde. Erstens spielen die Fleischqualität, Art der Zubereitung, Temperatur und Garzeit auch noch eine gewichtige Rolle was Zartheit und Saftigkeit von Fleisch angeht. Ein vorher nicht gesalzenes Steak kann also durchaus auch zäh und trocken werden, ebenso wie ein zuvor Gesalzenes. Zweitens ist der Hinweis auf die hygroskopische Wirkung von Salz zwar unbestritten, die ablaufenden Osmoseprozesse sind, wie oben beschrieben, aber etwas differenzierter zu betrachten, denn hier spielt der Zeitfaktor eine große Rolle.
Ich persönlich bin zudem der Meinung, dass das Fleisch, wenn man es vor dem Braten salzt, einfach geschmackvoller wird. Das späte Salzen hat für mein Empfinden nicht den selben Effekt und so salze ich mein Fleisch immer vor der Zubereitung. Auch meine Marinaden kommen nicht ohne Salz aus.

Was sagt ihr?
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Mittwoch, 20. Juli 2011

Gerüchteküche: Knoblauch soll man nicht pressen

Knoblauch soll man nicht pressen
Was spricht für das Küchengerücht:

"Wenn man Knoblauch durchpresst, ist er aggresiver, ist er nicht so fein, ist er nicht so erotisch(!) im Geschmack. Außerdem bleibt viel von den ätherischen Ölen in der Presse hängen. [...] Wenn man ihn presst, hat er einen aggresiven, grauslichen Geschmack."
(Quelle: Alfons Schuhbeck)

George sagt zum Küchengerücht:
Ich muss gestehen, dass ich mir hier nicht sicher bin. Die Sache ist, dass ich Knoblauch immer hacke. Mein Grund dafür ist aber rein pragmatisch: ich möchte gar keine Knoblauchpresse haben, da ich immer versuche mit möglichst wenigen Geräten in der Küche auszukommen, und eine Knoblauchpresse nur ein weiteres Utensil wäre, was ich im Anschluss abwaschen müsste. Dass das gepresster Knoblauch zumindest für meinen ungeschulten Gaumen einen tatsächlichen Unterschied machen würde, glaube ich nicht. Also Daumen runter, wer will presst.

Jim sagt zum Küchengerücht:
Richtig, Knoblauch soll man nicht pressen. Ich hab den Schuhbeck zudem auch immer etwas sagen hören von wegen: Knoblauch entfaltet seine medizinische Wirkung auch besser, wenn er in Scheiben geschnitten ist. Hat vielleicht ja auch etwas mit Zerstörung von Zellstrukturen zu tun, ich weiss es aber nicht. Zudem finde ich diese Knoblauchpressen auch furchtbar unnötig, weil sie sich so bescheiden säubern lassen. Also lasst das mit dem Pressen mal lieber.

Was sagt ihr?

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Montag, 16. Mai 2011

Gerüchteküche: Der erste Pancake gelingt nie.

Der erste Pancake gelingt nie
Was spricht für das Küchengerücht:

Das Phänomen des ersten Pancakes ("first pancake phenomenon") besagt, dass man den ersten Pancake immer versaut, weil die Pfanne einfach noch nicht die richtige Temperatur hat und er deshalb anbrennt.
(Quelle: Rory Gilmore - Gilmore Girls Season 7, Ep. 16 “Will you be my Lorelai Gilmore?”)

George sagt zum Küchengerücht:
Die Sache ist die: Wenn ich meine alte, unbeschichtete Pfanne nehme, in die ich etwas Fett geben muss, dann ist tatsächlich beinahe garantiert, dass ich den ersten Pfannkuchen, Crêpe oder eben Pancake - ähm - versaue. Es ist dann schon ein kleines Küchenwunder, dass es ab dem Zweiten ganz fantastisch läuft, aber dann sind die Bedingungen eben ganz plötzlich optimal. Ich stimme dem Küchengerücht also zu. Und außerdem ist es natürlich schwer Rory etwas abzuschlagen. (Aber, dass muss ich noch hinzufügen, ich bin bei mir auch nicht für sonntagmorgendliche Crêpes zuständig. Lucky me.)

Jim sagt zum Küchengerücht:
Mir ist der erste Pfannkuchen tatsächlich noch nie angebrannt. Ganz im Gegenteil. Bei mir wird der erste Pfannkuchen immer etwas "weiß". Tatsächlich werden die Pfannkuchen 2-387 viel schöner, trotzdem wird der erste Pfannkuchen nicht weggeworfen oder so. Ich würde auch nicht sagen, dass er damit "nicht gelungen" wäre. Es geht zwar schöner, aber der Erste ist eben ein Charakterpfannkuchen.

Was sagt ihr?

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Montag, 21. März 2011

Gerüchteküche: Öl im Wasser verhindert, dass Nudeln aneinander kleben

Öl im Wasser verhindert, dass Nudeln aneinander kleben
Was spricht gegen das Küchengerücht:
Das Öl habe keinerlei Effekt, es verteile sich kaum im Kochwasser.  Es schwimme - gemäß der alten Regel "Fett schwimmt immer oben" - stets an der Oberfläche des kochenden Wassers. Die Pasta hingegen gehe bis auf weiteres auf Tauchstation. Beide seien daher meilenweit voneinander entfernt.
(Quelle: Dr. Thomas Vilgis - Kulinarischer Report des deutschen Buchhandels 2006/07)

George sagt zum Küchengerücht:
Ich habe das auch eine Zeit lang gemacht. Das ist schon ein paar Jahre her. Selbstverständlich würde ein Richter mit Blick auf das Naturgesetzbuch laut "Bollocks!" brüllen, aber darüber hatte ich nicht nachgedacht, sondern glaubte ganz fest daran. Außerdem war es irgendwie fancy. Man konnte sogar darüber fabulieren, wann genau man das Öl in das Wasser geben müsse. Aber empirisch machte das nie einen Unterschied. Das musste ich mich mir irgendwann eingestehen. Heute bin ich froh, dass ich den Spuk abgelegt habe.

Jim sagt zum Küchengerücht:
Wenn die Nudeln nach dem Kochen nicht direkt in die - hoffentlich schon bereitstehende - Soße kommen, kann es schnell zum Verkleben eben dieser kommen. Das ist Fakt. Spitzfindige könnten jetzt sagen, dass das Öl im Nudelwasser nun an diesen hängenbleibt, wenn man sie aus dem Wasser fischt, wodurch sie nicht so schnell verkleben. Richtig, aber erstens muss man das Öl dafür nicht mitkochen, sondern kann es nach dem Kochvorgang mit den Nudeln mischen. Und zweitens kommen die Nudeln in aller Regel sofort zur Soße, wodurch es nicht zum Verkleben kommen kann und ein möglicher Ölfilm auf der Nudel das Anhaften der Soße an der Nudel sogar erschweren kann. Also bitte kein Öl ins Nudelwasser!

Was sagt ihr?

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Mittwoch, 2. März 2011

Gerüchteküche: Nudeln müssen al dente sein

Nudeln müssen al dente sein
Was spricht gegen das Küchengerücht?
Al dente bedeute lediglich, dass die Nudeln fertig gekocht und nicht, dass man sie halb gar essen solle. Dies sei vor allem in Deutschland ein verbreiteter Irrtum, der immer mehr Menschen gedankenlos dazu verleite, auf halb rohen Nudeln herumzukauen, weil sie eben "bissfest" sein sollten.
(Quelle: Ludger Frisch - Kleines Lexikon der Küchenirrtümer)

George sagt zum Küchengerücht:
Mit dem Gegenargument von Herrn Frisch stimme ich überhaupt nicht überein. Mal abgesehen davon, dass ich ab und an gern mal an wirklich völlig rohen Nudeln herumknabbere, mag ich es sehr gern, wenn man bei Nudeln etwas zu kauen hat. Wenn ich mich dazu entscheiden müsste, die Nudeln entweder kürzer oder länger als die auf der Packung angegebene Kochzeit zu garen, würde ich sie eher früher herausnehmen. Ganz klar: Daumen hoch für al dente! Mir gleich ob das ein Irrtum sein soll, ich will meine Nudeln kauen müssen!

Jim sagt zum Küchengerücht:
Ich mag meine Nudeln weder zu weich, noch zu hart, also etwa so, wie man meint, dass "al dente" sein soll. Wenn die Packung sagt, ich soll die Nudeln 8 Minuten kochen, dann tue ich das auch. Aber Gott sei Dank gibt es dafür kein Gesetz und jeder, der seine Nudeln mit etwas mehr Biss mag, darf sie ungestraft nach sechseinhalb Minuten herausnehmen. Und all diejenigen, die Omas 20-Minuten-Nudeln liebten, sollen diese auch weiter so zubereiten. Denn gut ist, was schmeckt! Nudeln müssen also nicht zwingend "al dente" sein.

Was sagt ihr?

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