Freitag, 19. November 2010

Kürbis Stewie mit Preiselbeeren

Saisonal Essen, NKFOM, Saisonal, Obst, GemueseThanksgiving nähert sich unaufhaltsam und damit auch eine ganze Reihe leckerer Gerichte. Als Vegetarier kann man entweder auf einen Tofurkey zurückgreifen - das habe ich noch nie gemacht, finde es aber irgendwie sehr lustig - oder man versorgt sich mit den zahlreichen vegetarischen Beilagen. Letzteres ist die Idee für heute. Da Jim ja bereits von seinem Lieblingskürbis, dem Hokkaido, schwärmen konnte, möchte ich dem in nichts nachstehen, und meinen Lieblingskürbis ins rechte Licht rücken: den Butternut. Er hat eine sehr dünne Schale und ein sehr kleines Kerngehäuse, so dass auch dieser Kürbis nicht viel Arbeit macht. Ich mag sein cremig, nussiges Fruchtfleisch sehr gern. Außerdem kann man ihn auch roh essen, was sich beispielsweise gut bei Salaten macht.

Zu Essen gibt es jetzt allerdings keinen Salat, sondern eines meiner allerliebsten Kürbis-Rezepte! Auch wenn es (vermutlich) kein traditionelles Thanksgiving-Rezept ist, assoziiere ich es sehr stark damit. Besonders mag ich daran die süßliche Note, die von den getrockneten Preiselbeeren kommt. Sicherlich kann man auch frische Preiselbeeren verwenden, wenn man sie zuvor entsprechend zubereitet. Oder auch Cranberries, die nur eben meist importiert werden müssen und dementsprechend auch wesentlich teurer sind. Ein pakistansicher Lebensmittelladen in meiner Nähe versorgt mich ausgezeichnet mit arabischen Zutaten und er bietet auch eine gute Auswahl an getrocknetem Obst. Seine getrockneten Preiselbeeren sind sehr lecker und er macht mir in der Regel einen guten Preis dafür. Bei ihm nehme ich mir dann auch gleich frischen Koriander mit, der ebenfalls zur typischen Note dieses Gerichtes beiträgt. Ich liebe frischen Koriander und neige dazu gern damit zu übertreiben. Wer es also dezenter mag, macht dementsprechend weniger davon rein. Außerdem gebe ich Piment dazu. Ich glaube daran, dass es dem Gericht eine feine Note verleiht. Piment schmeckt irgendwie nach Pfeffer, Muskat, Nelke und Zimt zusammen, weshalb man im Englischen auch Allspice dazu sagt. Allspice - all awesome! Vielleicht ist das auch der Grund weshalb ich a) Piment dazu gebe und b) das Gericht mit Thanksgiving assoziiere.

Kuebris Stewie mit Preiselbeeren
Kürbis Stewie mit Preiselbeeren

Zutaten:
1 kleiner Butternut-Kürbis (500g)
75 g getrocknete Preiselbeeren
2 Lauchzwiebeln
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200 g Champignons
1 Bund Korianderblätter
4-5 Pimentkörner
2 EL Schmand
200 ml Gemüsebrühe
Olivenöl
Salz & Pfeffer

Kürbis schälen, entkernen und dann in ca. 2 cm große Würfel schneiden und in Olivenöl ca. 5 Minuten angebraten. Preiselbeeren, Piment, Salz und Pfeffer hinzugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln, dann vom Herd nehmen. Lauch, Zwiebel, Knoblauch und Pilze klein schneiden und seperat in etwas Olivenöl kurz anbraten. Die Kürbis-Preiselbeer-Mischung dazugeben und etwa 3/4 des Korianders gehackt untermengen. Etwa 5 Minuten einkochen und dann mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Zucker abschmecken. Mit dem Schmand und den restlichen Korianderblättern anrichten. Ich empfehle ein Brot wie etwa Chubz dazu.

Mittwoch, 17. November 2010

NKFOM BlogQuiz Runde #12

Als "Creative Director" liegen mir die ganzen Querverweise natürlich sehr am Herzen. Wir machen es dennoch "kurz" und listen einfach alle genannten Referenzen auf. In Klammern stehen jeweils die Teams, die diese nannten:

Mit unserem Ofen TARDIS 2000 aus Episode 1 bezogen wir uns eigentlich auf die Zeitmaschine aus Dr. Who, ohne zu wissen, dass ein Computerprogramm zum synchronisieren von Zeit, welches sich zweifellos ebenso auf die blaue Polizei Box bezog, tatsächlich den Namen Tardis 2000 trägt. (ROT13 ½+¼) Ebenfalls in der ersten Episode tauchte mit dem Schneebesen eine Referenz zu Star Wars auf. (Hanu ½+¼)

In Episode 2 verwiesen wir auf Bob Dylan und dessen Subterranean Homesick Blues (Mestolo, Ingrid & Günter je ½).

Im Pasta Tutorial zitierten wir den Wald Disney Klassiker Susi und Strolch (Ingrid & Günter ½+¼) und man bekommt mit der Mengenangabe einen Verweis auf die Serie Two And A Half Men. (Metsolo ½+¼)

Eine Videospiel-Referenz war natürlich Guybrush Threepwood aus The Secret of Monkey Island, der sowohl in Episode 3 (ROT13 ½+¼) als auch Episode 7 (Hanu ½+¼) erwähnung fand. Ebenfalls in Episode 3 spielten wir auf die alte TV-Serie Die bezaubernde Jeannie (Ingrid & Günter ½+¼) an, sowie auf Harry Potter (Ingrid & Günter ½+¼).

Eine andere Videospiel Referenz auf die sich gleich drei Teams bezogen, war unsere kleine Beat 'em-up Szene. Hierbei handelte es sich aber weder um Mortal Kombat (Kessiecat) noch um Tekken (ROT13), sondern um Street Fighter (Hanu ½+¼). Eindeutige Hinweise sind die gespielte Musik und der Spruch des Kommentators, sowie ganz eindeutig der/die/das Hadouken, das im Original von Ryu bzw. Ken stammt. Sorry, da waren wir sehr genau, schließlich befinden wir uns auch schon auf der Zielgeraden des BlogQuiz.

Unser Intro zu Episode 5 war natürlich an die Got-Milk-Kampagne anglehnt (ROT13 ½+¼).

In Episode 6 gab es neben der Pillen-Szene aus Matrix (Mestolo, Kessiecat je ½) auch noch eine Seinfeld Einlage zu entdecken, in der wir uns auf deren Muffin-Episode bezogen. (Ingrid & Günter ½+¼).

In Episode 7 hingegen hörte man das ein oder andere Arrr, was man neben vielen anderen Piraten und Kapitänen natürlich auch von Captain McCallister aus den Simpsons kennt (ROT13 ½+¼).

Gleich mehrfach gab es einen Verweis zu Tool Time aus der Serie Hör Mal Wer Da Hämmert zu entdecken: Pesto Tutorial (Mestolo, Ingrid&Günter je ½), Episode 5 (Hanu, Kessiecat je ½) und Episode 8 (Hanu, Kessiecat, je ½).

Ebenfalls in Episode 8 bemühten wir uns dann noch Alf zu zitieren (Ingrid & Günter ½+¼). Und auf Sheldon aus der Serie The Big Bang Theory bezogen wir uns mit dessen Cachphrase: Bazinga! Das sagt Sheldon nämlich immer dann, wenn er jemanden reingelegt hat. (ROT13 ½+¼)

Mehfach zu entdecken gab es natürlich auch Szenen, die längst zu eigenen Runningags geworden sind: den Appletini etwa, den man aus Scrubs kennen kann (Mestolo, Hanu je ½), oder auch Jims Cachphrase "Ich liebe es, wenn ein Rezept funktioniert", die in ihrem Urspung natürlich eigentlich von Hannibal aus dem A-Team stammt (Mestolo, Kessiecat je ½).

Gratulation, und es freut uns natürlich sehr, dass ihr so viel entdeckt habt. Jetzt gebe ich ab an Jim, denn die neue Aufgabe fällt in sein Ressort:

Nach Rätsel und einer Frage zur NKFOM-Show steht diese Woche wieder eine Aufgabe auf dem Programm. Und was wäre das Quiz eines Foodblogs ohne eine Kochaufgabe? Ähnlich dem Konzept der ZDF-Kochsendung Topfgeldjäger bekommt ihr von uns verschiedene Zutaten vorgegeben aus denen ihr etwas leckeres kochen sollt.
NKFOM BlogQuiz™ Runde #12 für maximal 4 Punkte plus insgesamt 3 weitere Extrapunkte:
Koche ein Gericht oder ein Menü aus den folgenden sieben Zutaten:
- Feldsalat
- Kartoffeln
- Kartoffelchips
- Kohl (Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Grünkohl oder Rosenkohl)
- Schweinefleisch oder Tofu
- Quitten (ersatzweise Birnen, wenn keine Quitten zu bekommen sind)
- Walnüsse
Zudem stehen euch drei Zutaten eurer Wahl zur Verfügung und eine Reihe von Basiszutaten: Salz, Pfeffer, Zucker, Butter, Olivenöl, Pflanzenöl, Weißweinessig, Mehl, Sahne, Milch, Knoblauch, Zwiebeln, Wasser. Für das eingereichte Rezept erhaltet ihr drei Punkte. Für ein Foto eurer Kreation einen weiteren Punkt. Zusätzlich gibt es insgesamt drei Extrapunkte zu gewinnen.

Ich denke an dieser Stelle sind noch ein paar weitere Erklärungen von Nöten. Ihr sollt diesmal nicht nur Zutatenkombinationen nennen, wie bei der Muffinfrage, sondern ein richtiges Rezept einreichen mit Mengenangaben und Arbeitsanweisungen. Dafür dürft ihr ausschließlich die oben angegebenen Zutaten verwenden. Statt des angegebenen Schweinefleischs darf auch Tofu verwendet werden, aber nicht beides zugleich. Auch bei dem Kohl darf nur eine der aufgeführten Sorten Verwendung finden. Die Regel besagt, dass alle dieser sieben Hauptzutaten verwendet werden müssen. Wenn euch einige Zutaten fehlen, die ihr für euer Gericht braucht habt die Möglichkeit bis zu drei weitere Zutaten eurer Wahl dem Rezept hinzuzufügen. Das hat keine negativen Konsequenzen. Vielleicht sogar eher einen positiven Effekt, weil ihr euer Gericht dadurch einzigartiger machen könnt. Die Basiszutaten erklären sich von selbst, oder?
Ihr könnt jetzt selbst entscheiden, wie ihr die Zutaten kombiniert. Die Mengen richten sich dabei natürlich nach euren Bedürfnissen und dem Rezept und werden von uns nicht vorgegeben. Ausserdem bleibt es euch überlassen, ob ihr nur ein Gericht daraus kochen wollt, oder zwei oder ein 4-Gänge-Menü.
Als Food-Director liegt mir diese Aufgabe naturgemäß besonders am Herzen und ich freue mich schon sehr auf eure Kreationen. Sollte noch etwas unklar sein, fragt in einem Kommentar nach, dann beantworten wir sie gern öffentlich für alle. Einsendeschluss ist wie immer kommender Dienstag (24.11.), 23:57Uhr. Die Rezepte könnt ihr per Kommentar oder Email einsenden. Die zugehörigen Fotos nehmen wir auch gern per Email entgegen. Auch hier sagt uns bitte dazu, wenn ihr euer Foto nicht im Blog veröffentlicht sehen wollt. Für alle Teilnehmer mit eigenem Blog: Ihr könnt eure Kreation natürlich auch in eurem Blog veröffentlichen und dann genügt es, wenn ihr den zugehörigen Link als Kommentar hier hinterlasst. Und jetzt ran ans Werk!

Montag, 15. November 2010

Nach dem Abwasch: Episode 10

In der großen Koch-Blog-Landschaft gibt es zahllose wirklich schön gemachte, spannende und/oder informative Blogs übers Kochen, die teilweise täglich neue Rezepte veröffentlichen. In dieser unüberblickbaren Landschaft gibt es auch einige Blogger, die mit Videos arbeiten. Bei uns steht sicherlich der Unterhaltungswert weit im Vordergrund, das dürfte nichts neues für euch sein. Ein anderer Kochblog, der ebenfalls mit unterhaltsamen Videos aufwatet ist "Kochen Mit Shibby", in der die junge Schweizerin die Zubereitung ihrer Gerichte filmt und dann mit vielfacher Geschwindigkeit abspielt. Und genau dieses Konzept haben wir für die letzte Episode gewählt, sozusagen als Hommage, denn wir schauen hin und wieder vor allem wegen ihrer Videos bei Shibby rein.

Das Drehen war dabei sehr entspannt und ging natürlich auch verhältnismäßig einfach von der Hand, da es am Ende ja tonlos ist. Wir konnten also während des Drehs sagen was wir wollten und so beispielsweise klären, was als nächstes gemacht werden musste. Oder eben absprechen, dass wir gleichzeitig unsere Schüsseln hochhalten. Ansonsten war es uns eine Freude Walzer zu tanzen. Wer dabei führt dürfte ja auf der Hand liegen.

Mit der Klingeltonwerbung am Ende - erst wenn MTV bald ein Pay-TV Sender sein wird, werden wir alle merken wie sehr wir Klingeltonwerbung vermissen - bekommt ihr nun endlich auch meine Version unseres Themas zu Gehör, die ja seit der BlogQuiz™ Runde #6 ausstand. Und in der nächsten Episode gibt es dann die letzte Interpretation, die bislang noch ungehört blieb, nämlich von Team Mestolo.

Da es zu Shibbys Konzept gehört, im Hintergrund immer einen Song spielen zu lassen, wollten wir das selbstverständlich auch übernehmen. Die Songauswahl war dabei gar nicht so einfach. Irgendwie sollte es stimmig sein und nach einiger Zeit kamen wir auf die junge Musikerin Kate Micucci, die gemeinsam mit ihrer Freundin Riki Lindhome als Garfunkel & Oates auftreten und von den beiden stammt das bei uns zu hörende "Worst Song Medley", in welchem die beiden einige der schlechtesten Songs zusammengestellt haben, denen sie in ihrem Leben je begegneten. Kate Micucci, die Ukulelistin (?), könntet ihr übrigens auch aus der Serie Scrubs kennen. Darauf einen Appletini!

Hier ist noch ein Song der beiden. Stay tuned and hungry,
George

Freitag, 12. November 2010

NKFOM Episode 10: Kartoffelpuffer mit Lachs



Wenn ich über meine Top 10 Lieblingsgerichte nachdenke findet sich in aller Regel auch immer ein Plätzchen für Kartoffelpuffer. Und dabei ist es dann egal, ob die süße Variante mit Apfelbrei und Sahne serviert wird oder die Deftige mit einem Stück Ahle Wurscht oder die Feine mit Lachs und Creme fraiche. Jede Varainte hat dabei ihren Charme und wirklich bevorzugen möchte ich keine. Im Kern geht es ja auch um die Kartoffelpuffer.

Was das Rezept für die Kartoffelpuffer betrifft bin ich nicht wirklich experimentierfreudig. Ich mag sie so, wie Oma sie gemacht hat. Kartoffeln, Zwiebeln, Ei, Muskat und ganz wichtig: Majoran. Für den letzten Schliff werden sie dann in Butterschmalz gebraten. Ich könnte Berge dieser Puffer verdrücken und muss mich beim Kochen immer zurückhalten nicht zu viel zu machen, weil ich genau weiss, dass wenn ich die doppelte Menge mache, wird diese auch gegessen.

Neben den Erinnerungen an meine Oma öffnet sich beim Gedanken auch noch ein ganz anderes Schema in meinem Kopf: Weihnachtseinkäufe. Als Kind bin ich früher mit Pati und Pate in der Adventszeit zum Weihnachtsgeschenke kaufen gefahren. Sie holten mich ab und wir haben in einer größeren Stadt in der Nähe die Kaufhäuser unsicher gemacht und ich durfte mir dann mein Weihnachtsgeschenk selber aussuchen. Und das war eine super Sache, denn ich bekam immer, was mir auch gefiel. Die große Überraschung an Weihnachten blieb natürlich aus - naja, zum Teil zumindest, denn irgendeine Kleinigkeit gab es immernoch dazu. Andererseits ist Vorfreude ja die schönste Freude und wenn du zwei Wochen vor Weihnachten weißt, dass du eine Ritterburg geschenkt bekommst ist die Freude an Weihnachten vielleicht sogar noch größer, weil du zwei Wochen Zeit hast dir auszumalen, was du alles damit anstellen kannst und den Tag kaum erwarten kannst an dem es endich losgeht. Was das alles mit Kartoffelpuffern zu tun hat? Wir sind immer während der Zeit des Weihnachtsmarktes einkaufen gegangen und am Ende eines erfolgreichen Einkaufs führte uns der Weg immer an die Bude mit Kartoffelpuffern und Apfelmus, die ich jedes Jahr aufs Neue mit einem wohligen Gefühl und den Gedanken an das neue Geschenk verputzt habe.

Kartoffelpuffer mit Lachs
Kartoffelpuffer mit Lachs und Creme fraiche

Zutaten:
500 g Kartoffeln
1 große Zwiebel
1 Ei
2 EL Mehl
Majoran
Salz
Pfeffer
Muskat
Zucker
Butterschmalz
Räucherlachs oder Graved Lachs
Creme fraiche
Schnittlauch und Dill
1/2 Zitrone (Zitronensaft und -abrieb)


Die Kartoffeln mittels einer Reibe oder der Küchenmaschine mittelgrob reiben, in ein Küchentuch geben, kräftig ausdrücken und in eine Schüssel geben. Zwiebeln fein schneiden und in zu den Kartoffeln geben. Ein Ei und etwas Mehl dazu. Kräftig würzen mit Majoran, Salz, Pfeffer, Muskat und einer Prise Zucker. In Butterschmalz ausbraten.
Dazu servieren wir heute Lachs und eine Kräuter-Creme fraiche, für die ein Becher Creme fraiche mit Schnittlauch, Dill, Zitronensaft und Zitronenabrieb, sowie Salz, Pfeffer und Zucker vermengt wird.

Mittwoch, 10. November 2010

NKFOM BlogQuiz Runde #11

Nach den Halloween-Fotos gab es diesmal wieder etwas zu rätseln für euch und einige haben das auch mit bravur gelöst. Andere hatten an dem ein oder anderen Teil ganz schön zu knabbern. Gehen wir doch mal langsam und Schritt für Schritt alles der Reihe nach durch:


"Macht nicht nur ihn groß und stark." Er ist natürlich Popeye und was anderes als SPINAT könnte hier gefragt sein?
4. Buchstabe: N

"Weggefährte dieses Tollpatsches." Das hier ist natürlich der wunderbar naive aber nicht weniger liebenswerte Hund Odie und dessen Weggefährte ist die Titelgebende Figur der Reihe: GARFIELD.
Letzter Buchstabe: D

"Scharfe französische Kleinstadt." Das Bild sollte nicht nur dafür sorge tragen, dass wir hier keine Zweideutigkeit des Wortes "scharf" suchten, es war auch der entscheidende Hinweis, denn aus dieser Stadt im französischen Baskenland kommt die kleine, dicke, scharfe Peperoni-Sorte Piment d'Espelette, die überall in eben diesem Ort auf Fäden aufgezogen zum Trocknen hängen: ESPELETTE.
3. Buchstabe: P

"Der flinke Kerl mit dem Schnauzebarte trat in diesem Spiel zum ertsen Mal auf." Der kleine flinke Kerl ist natürlich der berühmteste Klempner der Welt: Mario. Bei seinem ersten Videospiel-Auftritt 1981 war er noch ohne seinen Bruder Luigi unterwegs und wurde darüberhinaus auch noch schlicht "Jumpman" genannt. Dennoch war er auch in dem hier abgebildeten Spiel, das einige Zeit vor Super Mario Bros. erschien, schon bestrebt Prinzessin Peach zu befreien, nämlich von dem titelgebenden Bösewicht, der später eine eigene Videospiel Karriere startete: DONKEY KONG.
1. Wort, 2. Buchstabe: O

"Der David Bowie Hessens." Mancher mag denken, dass diese Einschätzung etwas übertrieben sei, doch die Rodgau Monotones bestätigten genau diesen Vergleich in ihrem (mindestens) Welthit "Die Hesse komme!". Das Bild weist den richtigen Weg, denn diesen Bembel hat er jahrelang im Blauen Bock verliehen: HEINZ SCHENK.
Nachname, 2. Buchstabe: C

"Laut Gerüchten ist der Erfinder der Mac 'n' Cheese auch der Erfinder dieser Maschine." Gerüchten zu Folge ist niemand anders als der ehemalige US-Präseident Thomas Jefferson der Erfinder von Macaroni and Cheese. Darüber hinaus gibt es auch Gerüchte, dass er diese sehr einfache Kopiermaschine erfunden hat, die beim Schreiben direkt eine Kopie des Geschriebenen produziert, da sie mehrfach schreibt. Daher auch ihr Name: POLYGRAPH.
2. Buchstabe: O

"Aus dieser alten nordhessischen Salatpflanze kochte Jims Oma die nordhessische Spezialität Schlubberkohl." Google ist hier vermutlich für alle nicht-Hessen die erste Wahl und zu Schlubberkohl gehört natürlich KASSLER STRÜNKCHEN.
Letzter Buchstabe: N

"Ein Sängerbund der hier abgebildeten Stadt sang diese Hymne der launischen Diva." Nun, die hier abgebildeten Häuser finden sich am Römerberg in Frankfurt und der organisierte Chor ist der Frankfurter Polizeichor. Und dieser Chor sang die Hamyne der launische Diva namens Eintracht Frankfurt. Und diese dazugehörige Hymne ist IM HERZEN VON EUROPA.
Letztes Wort, 2. Buchstabe: U

"Sie haben ihr ein Denkmal gebaut und jeder Vollidiot weiß, dass sie lecker ausschaut." Wir bleiben in Frankfurt, denn wo sonst könnte ein solches Denkmal stehen: sieben an Gewächshäuser erinnernde Gebäude in sieben verschiedenen Grüntönen. Sieben Mal grün? Das muss unmissverständlich Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch sein. Und das Denkmal ist das einzige in Deutschland, welches einer regionalen Spezialität gewidmet ist, der GRÜNEN SOßE.
2. Wort, 1. Buchstabe: S

"Ehemaliger Name dieses Fußballtempels." Auch das sicherlich leicht zu lösen, wenn man sich den aktuellen Schriftzug ansieht. Wieder geht es um Jims Lieblingsverein und das Stadion hieß früher selbstverständlich WALDSTADION.
Letzter Buchstabe: N

"Rekordspieler der Bundeslige." Und nochmal Jims Verein. Mit 602 Spielen hält er den Rekord für die meisten Einsätze in der Bundesliga. Das Bild zeigt den Ballkünstler als jungen Mann: CHARLY KÖRBEL.
Nachname, vorletzter Buchstabe: E

"Der berühmteste Besitzer dieses 'Gerätes'." Das ist natürlich ein DeLorean DMC-12 und auch wenn Henner ein stolzer Besitzer dieses Gerätes ist, ist der berühmteste zweifellos Doc Brown aus der Zurück in die Zukunft Reihe. Und der heißt mit vollem Namen DOCTOR EMMETT LATHROP BROWN.
Zweiter Vorname, letzter Buchstabe: P

"Es könnte alles so einfach sein, wären da nicht die sieben Verflossenen dieser jungen Dame." Es geht natürlich um Scott Pilgrim über den ich hier ausführlich berichtet habe. Und der Name seiner Angebeten, des rollschuhfahrenden, amercian Ninja amazon.ca Delivery Girls ist RAMONA FLOWERS.
Nachname, 3. Buchstabe: O

"Bezeichnung des Hobbys dieser Herren." Wer dir New Yorker Subway als Iron Man, Thing, Spider-Man und Hulk fährt, ist natürlich ein COSPLAYER, was man - sollte man es nicht gewußt haben - hier bei uns hätte nachlesen können.
4. Buchstabe: P

"Deutsche Bezeichnung für einen solch unnatürlichen Anblick, der einem verrät, dass man am Ziel ist." Hier lässt sich sicherlich eine Dose heben, denkt man, denn wer Geocaching betreibt, weiß, dass ein solch unnatürlicher Haufen von Stöcken (Englisch: Unnatural Pile of Sticks, UPS) das Ziel markiert und den Cache beherbergt. Geocaching als ein gemeinsames Hobby von uns haben wir bereits erwähnt und auch die deutsche Bezeichung für "UPS" haben wir ebenfalls mehrfach einfließen lassen. Gesucht ist natürlich der HASENGRILL.
1. Buchstabe: H

"Untoter Metzger, der jedes Jahr an Halloween Menschen zu Wurst verarbeitet." Ganz einfach, wenn ihr regelmäßig unsere Episoden schaut. Denn hier geht es selbstverständlich um die von uns erfundene Halloween-Legende des HELL O' WIENER.
Letzter Buchstabe: R

"157 Jahre vor ihr setzte der gesuchte Herr als erster Europäer Fuß auf dieses Land." Die gesuchte Dame ist natürlich die Primaballerina Anna Pavlova und die ist aufgrund ihres ersten Aufenthaltes 1926 in Neuseeland auch Namensgeberin der Baisertorte Pavlova. Und 157 Jahre zuvor setzte ein Euopäer das erste Mal Fuß auf neuseeländischen Boden. Zwar entdeckte gut 100 Jahre zuvor der niederländer Abel Tasman die Doppelinsel, doch da er bevor er ankern konnte von Māori vertrieben wurde, setzte er laut Wikipedia niemals einen Fuß auf die Insel. Daher gilt ein anderer als der erste Europäer auf neuseeländischem Boden: JAMES COOK.
Nachname, 1. Buchstabe: C

"Das abgebildete Novembergemüse verrät in seiner lateinischen Bezeichnung, dass es ursprünglich aus diesem Land stammt." Was wie Löwenzahn ausschaut ist tatsächlich ein beliebtes Gemüse im November. Ein Klick auf unseren Saisonkalender verrät, was es u.a. alles im November gibt und dabei gelangt man beim Betrachten von Bildern zu der Erkenntnis, dass Schwarzwurzeln oberhalb der Erde dem Löwenzahn ähneln. Von Schwarzwurzeln, lat. Scorzonera, gibt es einige Sorten und zwei tragen einen Ländernamen als Zusatz: Scorzonera austriaca und Scorzonera hispanica. Die bekanntere und essbare der beiden Versionen ist die Garten-Schwarzwurzel, Scorzonera hispanica. Und die stammt somit ursprünglich aus SPANIEN.
2. Buchstabe: P

Die gesuchten Buchstaben sind also NDPOCONUSNEPOPHRCP und das ergibt SCHUND NOPPEN PROCOP. Das war aber natürlich nicht das Lösungswort, denn die Buchstabenreihenfolge ergibt auch den Titel unserer Kolumne bei Freitagsfisch: SCHOPPEN UND POPCORN! Na, war das so schwer? Sechs Teams haben sich der großen Rätselrunde gewidmet und unterschiedlich erfolgreich dabei abgeschnitten. Team ROT13 konnte nun zum ersten Mal einen wirklich größeren Abstand zu seinen Konkurrenten gewinnen. Ob das so bleibt? Ob noch jemand aufholen oder gar überholen kann? Sicher ist, dass der zweite Platz noch spannend bleibt, denn dort tummeln sich derzeit gleich vier Teams mit nur 2 Punkten unterschied. Und auch das Bergtrikot dürft ihr natürlich nicht außer Augen lassen. Die letzten fünf Runden werden heute eingeleutet und noch ist nichts entschieden!

Und damit direkt weiter zur nächsten Runde, in der es wieder mehr um unsere Show geht:

NKFOM BlogQuiz™ Runde #11 für maximal 4½ Punkte:
Nenne genau 6 popkulturelle Querverweise (Filme/Serien/Videospiele/Comics/Musik/etc.) auf die wir anspielen und die zugehörige Szene in einer unserer Episoden oder Tutorials. Für jede erkannte Szene gibt es ½ Punkt. Einen weiteren ¼Punkt gibt es für jede Szene, die kein anderes Team nennt! (Siehe auch die Kommentare.)

Unsere NKFOM-Episoden und Tutorials stecken voller Querverweise auf Filme, Serien und Videospiele. Viele davon sind euch sicherlich aufgefallen, andere sind vielleicht unbemerkt an euch vorüber gegangen. Aufgabe ist es jetzt, das Original einer Szene zu identifizieren, dieses zu nennen und die enstprechende Szene bei uns anzugeben. Da ihr unsere Titelschriftzüge bereits abgearbeitet habt, gelten diese selbst nicht mehr. Solltet ihr aber eine nachgespielte Szene erkennen, die auf das selbe Original verweist, wie der Schriftzug, ist das natürlich erlaubt. Ein Beispiel: Original: Zurück In Die Zukunft. Szene: Episode 5, George reist mit einem DeLorean durch die Zeit. Auf "Zurück In Die Zukunft" wurde zwar bereits mit dem Schriftzug aus Episode 2 angespielt, aber es gibt darüberhinaus eben auch die genannte Szene die sich auf die Filme bezieht. Das würde euch ½Punkt bringen - gilt jetzt aber nicht mehr, da ich es ja gerade als Beispiel verwendet habe. Nennt ein weiteres Team die gleiche Szene, bleibt es bei dem ½Punkt. Seid ihr das einzige Team, dass Zurück In Die Zukunft mit der Szene in Epsiode 5 verbunden hat, bekommt ihr einen weiteren ¼Punkt. Sollte noch etwas unklar sein, fragt in einem Kommentar nach, dann beantworten wir sie gern öffentlich für alle. Einsendeschluss ist wie immer kommender Dienstag (17.11.), 23:57Uhr. Auf gehts!

Montag, 8. November 2010

Arbeitstitel: Ernährung

„Ernährung“ lautete der Arbeitstitel für den heutigen Beitrag. Schon seit einiger Zeit befasse ich mich etwas mit diesem Thema und finde, dass es besonders in einem Foodblog nicht zu kurz kommen sollte, der sich auf die Fahnen schreibt „Alltagsküche“ kochen und bloggen zu wollen. Zudem habe ich laut einiger fragwürdiger Messinstrumente nicht gerade „Optimalgewicht“ und überlege, wie ich diesem denn ein wenig näher kommen könnte.

In den Medien ist das Thema Kochen fast allgegenwärtig, weil es schwer im Trend liegt, sich damit zu befassen. Auf der einen Seite findet sich eine ganze Reihe von Kochshows. Mal mit Sterneköchen, mal mit Hobbyköchen. Die dort gekochten Gerichte sind nur in wenigen Fällen alltagstauglich und spielen mit Produkten, die aus den unterschiedlichsten Gründen für die tägliche Küche kaum zu gebrauchen sind. Entweder, weil sie schwer zu bekommen oder viel zu exklusiv und somit auch zu teuer sind. Von regionalen und saisonalen Aspekten mal ganz abgesehen. Positiv festzuhalten ist aber, dass die Fernsehköche sich für qualitativ hochwertige Produkte einsetzen und den Verzicht von Geschmacksverstärker und sonstigen E-Nummern propagieren. Das hilft dabei dieses leidige Thema populär zu machen und die Lebensmittelindustrie etwas unter Druck zu setzen diesen Mist einfach mal abzuschaffen oder wenigstens vernünftig zu kennzeichnen. Ganz bitter ist es allerdings zu sehen, wie angesehene TV-Köche ihren Namen und ihr Gesicht dann für Produkte hergeben, die genau in diese Schubladen gehören. Da haben der Ruf und die Glaubwürdigkeit von einigen Köchen schon sehr gelitten, finde ich.

Dem gegenüber steht das Thema Ernährung, das irgendwie sehr negativ belastet ist. Das mag auch daran liegen, dass in dieser Sparte das Schwarz-Weiß-Denken sehr ausgeprägt ist. Geht es um Gesundheit und Lebensmittel sind diese entweder gesund oder ungesund, gut oder böse. Es gibt zu oft Einteilungen in richtig oder falsch. Auch bei Diäten oder Ernährungsumstellungen heißt es meiner Meinung nach viel zu oft: „Das darfst du nicht!“ Das soll nicht heißen, dass diese Programme nicht funktionieren würden. Aber zu welchem Preis? Zudem sind viele Ernährungsprogramme mit Kalorienzählen und Punktezählen auch sehr aufwendig und verschärfen die Problematik des "Gut und Böse"-Denkens bei den Teilnehmern.

Die Prägung unseres Essverhaltens beginnt schon ganz früh im Kindesalter oder gar viel früher. Und dafür, dass gerade diese Jahre so wichtig sind wissen viele Menschen einfach zu wenig Bescheid über das Thema Ernährung, ich inklusive. Wer hätte gedacht, dass der übermäßige Gebrauch des Wortes „gesund“ im Zusammenhang mit Lebensmitteln bei Kindern negative Konsequenzen nach sich ziehen kann. Heißt natürlich nichts anderes, als dass das Schwarz-Weiß-Denken vielleicht mal abgeschafft werden sollte.

In Sachen Ernährungsumstellung und „was darf ich wann essen und wie viel davon?“ bin ich kürzlich auf Ernährungswissenschaftler und Buchautor Uwe Knop gestoßen, der zum einen sagt, dass eine Einteilung in „gesund vs. ungesund“ nicht angebracht ist, da viele Grundlagen dieser Einteilung wissenschaftlich nicht zu beweisen seien. Vielmehr geht es ihm um interindividuelle Unterschiede in den Bedürfnissen der Menschen. Jeder Jeck ist anders, oder wie heißt es so schön. Und geht es jetzt um Ernährung auf wen sollten wir anders hören, als auf uns selber? Unser Körper kennt all unsere „Werte“, wie Blutzucker- und Cholesterinspiegel, und Bedürfnisse und zeigt uns diese an, indem er „Lust“ auf etwas hat. Viel zu oft ignorieren wir das und verlernen auch so, was das Beste für uns ist. Ich werde mich in Zukunft ernster nehmen und meinem Körper zuhören und seine Ratschläge umsetzen. Ich bin gespannt darauf, wie einfach das ist und wie gut die Ergebnisse sind. Zumindest mit Blick auf das Wohlfühlen. Essen wir das, was unser Körper sagt und nicht, was unser Verstand uns vorschreibt, bin ich sicher, dass es auch viel mehr Spaß macht und der Genuss und die Ernährung wieder eins werden.

Auch Stevan Paul hat die Wichtigkeit dieser Verbindung schon lange erkannt und nicht zuletzt im Namen für seinen Blog zum Ausdruck gebracht. „Nutriculinary“ heißt dieser. "Nutri" steht dabei für Nutrition, der Fachausdruck für Ernährung und "Culinary" für das kulinarische und genießerische Element. In einem schönen Interview bei nordhessischer Ahler Wurscht in Berlin betonte er auch noch einmal, wie wichtig es ist vor allem Kindern den Genuss wieder beizubringen. Ich erinnere mich immer wieder mit Schrecken an eine TV-Reportage, in der ein ca. Elfjähriger nach dem Essen einen winzig kleinen Schokopudding aß, direkt aufstand und den Crosstrainer in seinem Zimmer aufsuchte, um diesen mittels eines halbstündigen Programms wieder abzubauen.

Das ist sicher eine Nummer zu krass. Bei genauerem Hinsehen verbirgt sich hier aber die zweite Wahrheit über das Abnehmen. Ohne Bewegung geht nichts. Am Ende des Tages müssen wir einen Blick auf unsere Energiebilanz werfen. Aber dieses Kapitel schlage ich ein andermal auf. Fazit für den heutigen Tag: Hör öfter mal auf deinen Körper, der kennt dich am Besten und zeigt dir was du brauchst und was nicht. Und fang an Ernährung nicht als leidiges Übel zu sehen, sondern genieße, was du zu dir nimmst. Das tut nicht nur dem Körper gut, sondern steigert auch dein Wohlbefinden. In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken!

Freitag, 5. November 2010

Cassoulet - Französischer Eintopf mit Bohnen und Fleisch

13ter mediterraner Kochevent - Frankreich - tobias kocht! - 10.10.2010-10.11.2010Nächster Halt bei Tobias' mediterranem Kochevent: Frankreich, Wiege der Haute Cuisine. Aber keine Sorge. Ich fange hier sicher nicht an Haute Cuisine zu kochen. Wie auch? Kann ich doch garnicht. Aber neben dieser feinen Küche hat Frankreich natürlich noch viel mehr zu bieten. Die regionale Küche unserer Nachbarn ist in vielen Ecken ebenso deftig lecker, wie bei uns. Und vor allem: wie ich es mag. Lecker und einfach. Kein Schnick Schnack und Schischi. Und das ganze dann auch noch in einem Topf!

Cassoulet ist das Zauberwort und beschreibt einen Eintopf aus weißen Bohnen, Speck, Schweinefleisch, Würstchen und Geflügel. Yeah, baby, so much Fleisch in einem Pott, das kann ja nur gut werden. Das Gericht stammt übrigens aus der Provinz Languedoc im Südwesten Frankreichs, wo vor allem Ente und Gans für ein Cassoulet verwendet werden. Gans darf ich nicht kochen, weil die Kamerafrau das nicht will - aus sentimentalen Gründen oder sowas. Und Ente kann bzw. will ich mir nicht leisten. Also gibts Huhn! Die Würstchen sind im original Toulouser Würstchen, eine grobe, kräftig gewürzte Bratwurst. Da Toulouse heute leider nicht auf meinem Einkaufsweg lag muss eine hessische Bratwurst sein. Was nicht wirklich schlecht ist, weil man es auch hier versteht leckere Würste zu produzieren. Mein Metzger des Vertrauens vom Wochenmarkt führt auch eine Marktwurst, die er nur auf dem Wochenmarkt verkauft. Eine grobe, kräftigere Bratwurst. Bingo! Und da das alles so lecker klingt hab ich gleich mal etwas mehr davon gemacht. Nagelt mich also bitte nicht auf die obligatorische "Two and a half meal"-Portionsgröße fest und esst lieber zwei Tage davon oder friert die Reste ein ;-)

Cassoulet

Cassoulet mit Schwein und Huhn

Zutaten:
150 g getrocknete, weiße Bohnen
2 dicke Scheiben Bauchspeck
250 g Schweineschulter
1 große, grobe Bratwurst
2 kleine Hühnerkeulen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 große Möhre
2 Stangen Staudensellerie
100 ml Weißwein
2 Dosen geschälte Tomaten
1 EL bzw. 5 Zweige Thymian
2 Lorbeerblätter
Salz & Pfeffer
Olivenöl
1 EL Butter
50 g Semmelbrösel

Die Bohnen über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag ca. eine Stunde in frischem Salzwasser weich kochen. Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Sellerie in Stücke schneiden. Bauchspeck in Streifen schneiden. Schweinefleisch würfeln. Ofen auf 200° vorheizen. In einem Bräter oder großem Topf erst den Speck und die Würstchen, dann das Schweinefleisch und schließlich die Hühnerkeulen kurz anbraten und wieder herausnehmen. Jetzt das Gemüse kräftig anbraten und ruhig etwas Farbe nehmen lassen. Mit dem Wein ablöschen und diesen etwas einreduzieren lassen. Wenn das geschehen ist die Dosentomaten, Bohnen, Speck und Schweinefleisch zugeben kräftig vermischen. Die Kräuter untermischen und alles etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Die Keulen und die Bratwurst on top legen. Jetzt für 45 in den Ofen. Butter und Semmelbrösel vermischen und nach den 45 Minuten über allem anderen verteilen und nochmal 10-15 Minuten überbacken, so dass eine schöne Kruste entsteht. Dann sollte es schmecken. Bon Appétit.

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